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Ostprignitz-Ruppin Alte Brennerei soll verkauft werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Alte Brennerei soll verkauft werden
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00:17 01.10.2016
Die ehemalige Brennerei neben der Kirche bröselt vor sich hin. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Segeletz

Reichlich zehn Jahre ist es jetzt her, da berichtete die MAZ über einen misslichen Zustand in Segeletz. Ausgangspunkt war im Januar 2005 der Anruf einer Leserin. Sie äußerte ihre Sorge darüber, dass von der ehemaligen Brennerei, unmittelbar an der Bundesstraße 5, Gefahr ausgehen könnte. Der einst stolze Backsteinbau aus dem 19. Jahrhundert war zu der Zeit bereits eine Ruine – allerdings eine gesicherte, wie das damals abgedruckte Foto zum Text erkennen ließ. Die Gebäudeseite zur Fahrbahn hin stand zu dieser Zeit eingerüstet da. Fangnetze verhinderten, dass herausbrechende Steine herabstürzen konnten. Die Sicherungen hatte die Bauaufsichtsbehörde beim Landkreis dem damaligen Eigentümer gegenüber verfügt. Ein Zaun um die Immobilie gehörte ebenfalls zu den Auflagen. Mehr muss nicht sein, so das Fazit aus Neuruppin.

Das Thema „Brennerei“ blieb der Lokalredaktion allerdings weiterhin erhalten. Als sie Ende Juli 2012 von einem Eigentümerwechsel berichtete, zeigte die nun entstandene Fotoaufnahme: Das Gerüst ist weg. Fensterhöhlen ohne Fenster, höchstens noch einige zerschlagene Scheiben, verstärken den Eindruck eines Geisterhauses. „Der Verwalter“ warnt auf einem Schild an der hängenden Eingangstür vor dem Betreten des Gebäudes „wegen Einsturzgefahr“. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Die Pläne des Erwerbers haben sich überholt

Die Pläne des Erwerbers, der die Ruine damals für knapp 500 Euro via Internet ersteigert hatte, sind inaktuell. Er habe es als reizvoll und auch realistisch angesehen, hier, so dicht an der B 5, ein Restaurant, Cafè oder Ladengeschäft einzurichten, vielleicht sogar alles unter einem Dach. „Berlin ist nicht weit. Im Umkreis von 100 Kilometern wohnen genug Menschen, die mir Investitionen in diese Richtung als sinnvoll erscheinen ließen“, sagte der Geschäftsmann mit schwedischem Pass dieser Tage der MAZ am Telefon. Warum daraus nichts wurde, sagte er nicht. Als sicher gilt: Ein Verkauf ist für den in Berlin Lebenden inzwischen die einzige Option.

Aber wer kommt als Käufer in Frage? Größtes Interesse daran, dass der Schandfleck irgendwann keiner mehr ist, hat die Gemeinde Wusterhausen. Schließlich gehört Segeletz zu ihren Ortsteilen. Es soll auch Kontakte zwischen Bürgermeister Roman Blank und Eigentümer geben. Genauer will man sich im Rathaus derzeit nicht zu dem Fall äußern. Der Fall ist knifflig.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz

Die Brennerei steht unter Denkmalschutz. Kann man sie kaufen, um hinterher abzureißen? Im Ort selbst hält man das für das Beste, wenigstens hinter vorgehaltener Hand. Es würde die benachbarte Kirche aufwerten, die sich anschickt – ähnlich der Nachbarin in Barsikow – ein „offenes Haus“ zu werden. Auch der in den nächsten Jahren beabsichtigte Straßenbau würde deutlich leichter werden. Theoretisch wäre natürlich auch eine Sanierung der morschen Gemäuer und ein Betrieb nach durchdachtem Nutzungskonzept möglich. Egal wie, egal was: Es ist höchste Zeit, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Segeletz hätte es verdient, endlich eine seiner Ruinen los zu werden. Denn gegenüber steht mit dem zugenagelten ehemaligen Gutshaus ja noch eine. Zukunft unbekannt.

Von Wolfgang Hörmann

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