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Alte Mühle ging in Betrieb

Walkmühle Alte Mühle ging in Betrieb

Die alte Walkmühle im gleichnamigen Gemeindeteil von Dranse ging zum Mühlenfest am Pfingstmontag noch einmal in Betrieb. Besucher konnten sich anschauen, wie die historische Technik einst arbeitete. „Eine funktionstüchtige Mühle zu erleben, ist heute eine absolute Rarität“, sagt Besitzer Markus Habegger.

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Kinder konnten Mehl und Haferflocken herstellen.

Quelle: Björn Wagener

Walkmühle. Wellen und Walzen liefen, auf dem Kornboden arbeitete eine Siebmaschine: Überall war historische Mechanik in Betrieb und erzeugte ein permanentes Rauschen und leichtes Vibrieren. So also sah es aus und klang es, als der Müller einst Getreide zu Mehl verarbeitete. Am Pfingstmontag konnten sich große und kleine Besucher in Walkmühle anschauen, wie eine Mühle funktioniert.

Markus Habegger (mit weißer Mütze) führte Besuchergruppen durch die Mühle

Markus Habegger (mit weißer Mütze) führte Besuchergruppen durch die Mühle.

Quelle: Björn Wagener

Die Besitzer Markus und Petra Habegger aus Dranse hatten anlässlich des Mühlentages zum vierten Mal zu einem solchen Fest eingeladen. Schon auf dem Hof wurden die Gäste mit Live-Musik empfangen. Es gab selbst gebackenen Kuchen und Fladenbrot aus dem Backofen. Kinder konnten mit kleinen Handmühlen selbst Müsli oder Mehl herstellen oder beim Tauziehen ihre Kräfte messen.

Die Hauptattraktion war jedoch die Mühle selbst. Ein voll funktionstüchtiges Exemplar sei heute eine absolute Rarität, sagte Markus Habegger, der immer wieder Gruppen von Besuchern durch die ehemalige Arbeitsstätte führte. Die komplett erhaltene Wassermühle wurde 1705 zur Tuchherstellung erbaut

Diana Bublitz zog knusprige Fladenbrote aus dem Ofen

Diana Bublitz zog knusprige Fladenbrote aus dem Ofen.

Quelle: Björn Wagener

und nach Einführung der Dampfmaschine in Wittstock 1856 zur Mehlmühle umgebaut. Ab 1906 wurde dann eine Turbine eingesetzt. Nach einem letzten Umbau 1947 wurde 1955 noch einmal eine neue Maschine installiert, bevor die Mühle 1956 stillgelegt wurde, berichtete Markus Habegger. Er hat sie 2011 erworben und mit viel Aufwand und Liebe zum Detail wieder aufgebaut. Heute ist aus dem desolaten Ausgangszustand wieder ein sehenswertes Stück Technikgeschichte geworden.

Um die Mühle im Betrieb zu erleben, kamen sogar Gäste aus Hamburg, Berlin oder Dortmund, wie etwa Christel Nussbaum-Norra und Gisela Crain (geb. Rattei). Gisela Crain war seit 2010 nicht mehr in der Region Wittstock, ihrer alten Heimat.

Die einsam gelegene Walkmühler Straße war früher übrigens die Heerstraße von Wittstock nach Mirow, die auch der alte Fritz, König von Preußen, benutzte. Er sei sogar in Walkmühle als Gast bewirtet worden, wie Markus Habegger berichtete.

Von Björn Wagener

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