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Altes Ehepaar bei Hausbrand schwer verletzt

Gadow Altes Ehepaar bei Hausbrand schwer verletzt

Beim Brand einer Doppelhaushälfte in Gadow sind am Freitagnachmittag eine 90-jährige Frau und ihr 93-jähriger Mann schwer verletzt worden. Helfer retteten das alte Ehepaar aus dem brennenden Haus; ein Feuerwehrmann aus dem Ort begann beherzt mit den Löscharbeiten.

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Zahlreiche Gadower halfen den Feuerwehrleuten nach dem Löscheinsatz bei den Aufräumarbeiten.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Gadow. Beim Brand in einer Doppelhaushälfte in Gadow sind am Freitagnachmittag zwei Menschen schwer verletzt worden. Eine 90-jährige Frau und ihr 93-jähriger Mann waren durch die Rauchgase im Haus bereits bewusstlos und hatten Kopfverletzungen, als sie von Helfern aus dem brennenden Haus geholt wurden. Bis zum Eintreffen des Rettungswagens wurde das Ehepaar von Feuerwehrleuten versorgt und schließlich ins Wittstocker Krankenhaus gebracht. Weil zunächst unklar war, ob auch die beiden Ersthelfer verletzt sind, wurde per Rettungshubschrauber ein weiterer Notarzt eingeflogen.

Insgesamt 40 Feuerwehrleute waren in Gadow im Einsatz

Insgesamt 40 Feuerwehrleute waren in Gadow im Einsatz.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Das Feuer in der Altbau-Haushälfte war um 13.44 Uhr der Leitstelle in Potsdam gemeldet worden. Die Wittstocker Wehr mit den Einheiten Babitz, Zootzen/Gadow, Dossow und Rossow rückte an. Einer ihrer Kameraden leistete unterdessen in Gadow bereits ganze Arbeit: Roland Greisert, der gegenüber wohnt und sich angesichts des Brandes zum schnellen Handeln entschloss. Er fuhr zum Feuerwehrgerätehaus im Ort, fuhr das Einsatzfahrzeug vor das brennende Haus und baute eine Wasserversorgung vom Unterflurhydranten auf. Mit Unterstützung anderer Gadower legte Greisert Löschrohre ins Haus, um das Feuer in Schach zu halten und ein Übergreifen der Flammen auf die andere Doppelhaushälfte zu verhindern. Greisert ist wohl zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte. Die eintreffende Verstärkung löschte den Brand schließlich komplett, von innen und von außen. Anschließend halfen die Feuerwehrleute gemeinsam mit einigen jungen Gadowern, Reste des Inventars der beiden alten Leute aus dem Haus zu holen und verbranntes Material vor dem Haus aufzustapeln.

Im Haus war nach dem Feuer nahezu nichts mehr brauchbar

Im Haus war nach dem Feuer nahezu nichts mehr brauchbar.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Gegen 16 Uhr übergab Einsatzleiter Sven Schehr von der Feuerwehr Wittstock das gelöschte Haus an die Polizei. Kriminaltechniker begannen sofort mit Ermittlungen zur Brandursache und einem möglichen Brandhergang. Zuvor war von den Feuerwehrleuten alles mit Hilfe einer Wärmebildkamera genau abgesucht worden, um sicher zu gehen, dass kein Glutnest übersehen worden war.

Mit großer Bestürzung hatten etliche Gadower aus einigem Abstand den Einsatz an dem alten Haus verfolgt. Nachdem das Feuer gelöscht worden war, bekundeten viele Einwohner ihr Bedauern über das Unglück der alten Eheleute und packten beim Aufräumenm mit an. Die Feuerwehren beendeten ihren Einsatz gegen 17 Uhr. Roland Greisert aus Gadow ging am Abend noch einmal über die Straße in Gadow, um das Haus zu kontrollieren.

Von Gerd-Peter Diederich

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