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Ostprignitz-Ruppin Altes Eisen auf Hochglanz poliert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altes Eisen auf Hochglanz poliert
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00:17 03.08.2016
Etwa 200 Biker starteten am Nachmittag zur Ausfahrt. Quelle: Reyk Grunow
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Fehrbellin

Die Farbe des Tages ist Rot. Ein sattes, dunkles Rot, elegant und zeitlos schön. Bestimmt die Hälfte der Motorräder auf dem Platz ist so gespritzt, alles Jawas. Dutzende Maschinen des Typs stehen an diesem Sonnabend auf dem Gelände der Fehrbelliner Biker, und immer kommen noch neue hinzu. Die meisten Maschinen wirken fabrikneu: feinster Lack, keine Kratzer, keine Beulen, herausgeputzt wie für die Leipziger Messe, die vielen Chromteile auf Hochglanz poliert. Dass die Motorräder schon 50 oder 60 Jahre auf dem Tacho haben, kann ein Laie allenfalls erahnen.

Die meisten Besucher bei diesem Alteisentreffen der Fehrbelliner Biker lassen sich nicht täuschen. Fast jeder auf dem großen Platz weiß, was eine echte Jawa ist. Natürlich sind auch andere Oldtimer für das Treffen nach Fehrbellin gekommen: ein halbes Dutzend aufgemotzte Ami-Schlitten aus den 50er und 60er Jahren, ein gut 60 Jahre alter Garant-Laster aus DDR-Produktion ... Das meiste alte Eisen stammt aber von Motorrädern, und die meisten Besucher bei diesem Treffen sind Moped- oder Motorradexperten.

Weiß gab es nur für den Westen

Karsten Bernicke, Olaf Fenner und Klaus Eggert sind extra aus Velten gekommen – jeder mit seiner Jawa. „Das war ein Kultmotorrad in der DDR“, sagt Olaf Fenner. Die Jawa stammt tschechischer Produktion und war in der DDR sehr beliebt, vor allem in den 60er und 70er Jahren. Mit ihren 125 Stundenkilometer Spitzentempo galt sie als „die Todesmaschine“. Karsten Bernicke hatte schon als junger Mann eine Jawa. „Dann hatte ich 29 Jahre keine“, sagt er. Jetzt „im gesetzten Alter“ ist er wieder Fan.

Jawas gab es in der DDR in drei Farben: in Blau und Schwarz, vor allem aber im typische Rot. „Die Farbe heißt sogar Jawa-Rot“, sagt Fenner. Einmal im Jahr fahren die Veltener zum großen Jawa-Treffen. Dazwischen klappern sie jedes Oldtimer-Treffen in der Gegend ab.

20 Kilometer Ausfahrt von Fehrbellin bis nach Betzin

Seit neun Jahren laden die Fehrbelliner Biker schon jedes Jahr einmal zum Alteisentreffen ein. Von überall her kommen die Gäste, diesmal scheine es besonders viele zu sein. „So 250 sind es bestimmt“, schätzt Jens Neustadt, einer der beiden Cheforganisatoren. „Das hatten wir so geplant“, ergänzt Daniel Berger-Karin. Ihre Idee ist es, dass jedes Jahr ein paar neue teilnehmen dazukommen. Gezielt angesprochen haben die Fehrbelliner eigentlich keinen. Das Alteisentreffen spricht sich auch so herum. „Das soll sich ganz natürlich entwickeln“, sagt Berger-Karin.

Auf dem Platz stehen Motorräder jeden Alters: einige ganz neu, andere steinalt. Die älteste Maschine stammt aus den 20er Jahren. Bei der traditionellen Ausfahrt am Nachmittag können alle ihre Schätze präsentieren. Damit das für keinen zu schwierig wird, hält sich die Strecke in Grenzen: 20 Kilometer von Fehrbellin bis Betzin und zurück. Wichtigste Aufgabe: Bloß nicht liegenblieben!

Von Reyk Grunow

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