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Ostprignitz-Ruppin Altes Gotteshaus im neuen Glanz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altes Gotteshaus im neuen Glanz
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00:18 27.11.2016
Pfarrer Henning Utpatel (l.) und Tischlermeister Hanno Nebelin in der frisch sanierten Schönermarker Kirche. Quelle: André Reichel
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Schönermark

Noch hört man es in der Schönermarker Dorfkirche hämmern und sägen, doch damit ist bald Schluss. Nach mehrmonatigen Sanierungsarbeiten kann die Kirche nun bald wieder von den Schönermarkern genutzt werden. Am Sonntag, 4. Dezember wird es ab 14 Uhr einen Fest- und Dankgottesdienst mit anschließender Kuchentafel geben.

Das Baugerüst für die Dachdeckarbeiten ist bereits im September verschwunden. Dafür leuchten weithin sichtbar die neuen roten Biberschwänze auf dem Dach des Kirchenschiffes. Der für die Schönermarker Christen und ihre Kirche zuständige Pfarrer Henning Utpatel aus Breddin ist hoch erfreut, angesichts des Erreichten. „Die Betondachsteine zu entfernen und eine Dachrinne zu installieren, war uns schon lange ein Herzenswunsch“, sagte Pfarrer Utpatel.

Ausmalungen aus dem 19. Jahrhundert und über 600 Jahre alte Weihekreuze wurden freigelegt. Quelle: André Reichel

Unlängst warf der Pfarrer erst wieder einen Blick ins Gotteshaus und sprach dort mit den anwesenden Handwerkern. Tischlermeister Hanno Nebelin aus Breddin schraubt gerade die taubengrau gestrichenen Kirchenbänke am Fußboden fest. Diese mussten raus, als im Kircheninneren ein Baugerüst für die Deckenerneuerung aufgestellt wurde. In einem der vielen leerstehenden Schweineställe des Dorfes wurden die Kirchenbänke untergestellt, restauriert und letztendlich neu gestrichen.

Doch nicht nur die Bänke sehen an ihrem alten Platz in der Kirche nun wieder aus wie neu. Zuvor wurde der Steinfußboden repariert. Durch aufsteigende Feuchtigkeit war zudem im Inneren bis auf über einem Meter Höhe der Putz in Mitleidenschaft gezogen worden und musste ebenfalls saniert werden.

Weihekreuze freigelegt

Die Restauratorin Marlies Genßler legte Malereien rund um die aus dem 19 Jahrhundert stammenden Fenster frei und erneuerte diese. Als kleine Sensation kann die Entdeckung und Freilegung einiger Weihekreuze angesehen werden. „Diese entstanden, als die Kirche im 13. Jahrhundert eingeweiht wurde“, sagt Pfarrer Utpatel.

Der Bohlenbelag der Decke musste wegen starken Schädlingsbefalls durchgehend erneuert werden. All diese Arbeiten gehörten zum dritten Bauabschnitt der Kirchensanierung, der in diesem Jahr realisiert wurde. Ein dicker Brocken stellte in diesem Zusammenhang auch die Sanierung des Dachstuhls dar. Mehrere Balkenköpfe und Schwellbalken mussten ausgetauscht werden. „Die meisten Balken waren in einem guten Zustand. Das hatte uns positiv überrascht“, sagt Henning Utpatel. Inzwischen erinnert auch oben unter dem Kirchendach nichts mehr daran, dass dort Handwerker eifrig zu Gange waren. Für das kommende Jahr ist geplant, das Innere des Kirchenturms und die einzig noch ausstehende Ostfassade zu sanieren.

Fakten zur Sanierung

Bereits 1998 und 1999 konnte die Kirchengemeinde das Dach sowie die Nord- und Südfassade des Turms sanieren.

2008 und 2009 folgte die Sanierung des Kirchenschiffs und der Westfassade des Turms.

Die Arbeiten in diesem Jahr stellten den dritten Bauabschnitt dar und kosteten rund 145 000 Euro. Für den vierten Bauabschnitt sind 75 000 Euro eingeplant.

Von André Reichel

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