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Altes Militärgelände für zehn Millionen Euro beräumt

Alt Daber Altes Militärgelände für zehn Millionen Euro beräumt

Das alte Militärgelände bei Alt Daber ist nun munitionsfrei und nahezu beräumt. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten dort abgeschlossen werden. Auf rund zwölf Hektar entsteht auf der Freifläche in den nächsten drei Monaten eine Photovoltaik-Anlage.

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Auf der Fläche werden zurzeit noch Restarbeiten erledigt. Bis Ende Juni soll alles komplett beräumt sein.

Quelle: Björn Wagener

Alt Daber. Die ehemaligen Militärunterkünfte auf dem alten Flugplatz bei Alt Daber sind abgerissen worden. Das 165 000 Quadratmeter große Gelände ist nun nicht nur eine freie Fläche, sondern auch frei von diversen Resten von Kampfmitteln. Denn deren Beräumung wurde am Freitag offiziell beendet.

Aus diesem Grund luden die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Eigentümerin des Geländes und die Stadt Wittstock am Dienstag zu einem Vor-Ort-Termin, um über den bevorstehenden Abschluss der Arbeiten zu berichten. Bis Ende Juni sollen auch letzte Restarbeiten erledigt sein.

Auf der neu entstandenen Freifläche wird künftig mit einer Photovoltaik-Anlage Strom erzeugt

Auf der neu entstandenen Freifläche wird künftig mit einer Photovoltaik-Anlage Strom erzeugt.

Quelle: Björn Wagener

Damit biegt ein Mammutprojekt auf die Zielgerade ein. Ende April 2016 hatte der Abriss samt Kampfmittelberäumung begonnen. „Wir haben das ganze Areal quasi komplett bis auf eine Tiefe von 1,50 Metern umgegraben“, sagt Juri Wegmann, der für die Planung und Bauüberwachung zuständig ist.

Gigantische Mengen an Schutt und Abfall bewegt

Die bewegten Mengen sind gigantisch: 294 000 Kubikmeter umbauter Raum wurden abgerissen; 100 000 Tonnen Bauschutt und knapp 15 500 Tonnen gefährliche Abfälle entsorgt. Außerdem wurden 2,18 Tonnen Kampfmittel- und Munitionsreste geborgen. Es gab sechs Sprengungen, 263 Bäume wurden nachgepflanzt und zwei alte Gebäude als Fledermausquartiere hergerichtet, von denen es nun zusammen drei auf dem Gelände gibt. Die Beräumung und Säuberung habe insgesamt zehn Millionen Euro gekostet, sagt Christine Conradt-Rakei von der Bima.

Die Menge der Munitionsreste überraschte auch die Räum-Profis. „Wir fanden so viele Teile, dass uns zeitweise die Behältnisse für den Abtransport ausgingen. In einem Schacht lagen 150 Kilogramm Patronenhülsen“, sagt Feuerwerker Marco Schmidt. Das Gelände war zunächst vom deutschen und später vom russischen Militär genutzt worden.

Christine Conradt-Rakei von der Bima mit Bürgermeister Jörg Gehrmann

Christine Conradt-Rakei von der Bima mit Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Quelle: Björn Wagener

Bürgermeister Jörg Gehrmann ist froh, dass die Bima das Gelände komplett beräumt hat, sonst hätte die Stadt dafür sorgen müssen, dass dort niemand zu Schaden kommt. „Es gab so tiefe Schächte, dass im Notfall auch mit einem Handy keine Hilfe hätte geholt werden können“, sagt Christine Conradt-Rakei.

Weg frei für die Photovoltaik

In den nächsten drei Monaten werde auf der Fläche ein Photovoltaik-Feld entstehen, so Hendrik Schramm von der Firma Enerparc. Leistung: Bis zu zehn Megawatt, genug um rund 2000 Haushalte zu versorgen.

Die restlichen Gebäude, die nun noch auf dem Platz stehen, stünden unter Denkmalschutz und dürften nicht abgerissen werden, so Conradt-Rakei. Künftig sollen sie möglichst gewerblich genutzt werden. Interessenten seien willkommen. Außerdem werde in diesem Bereich Baurecht angestrebt.

Von Björn Wagener

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