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Ostprignitz-Ruppin Altes Postamt wird zum Polizeirevier
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altes Postamt wird zum Polizeirevier
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02:15 21.12.2017
Olaf Imme vom Architekturbüro Uli Krieg an einem historischen Foto der alten Post. Das Gebäude soll sich optisch weitgehend wieder wie damals präsentieren. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Das ehemalige Postamt in Wittstock macht gerade eine Verwandlung durch. Der Weg in die Zukunft findet zwar nicht im Verborgenen, aber doch hinter Sichtschutz statt. Ab Anfang 2019 soll dort das Wittstocker Polizeirevier einziehen.

„Dieser Zeitplan wird auch eingehalten. Bis Ende 2018 sind wir fertig“, sagt Hans-Jörg Löther, Geschäftsführer der Wittstocker Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV), die das Haus an die Polizei vermietet. Der Mietvertrag sei bereits geschlossen worden. Er läuft über 20 Jahre. „Wir gehen davon aus, dass die Polizei den Standort danach noch weitere 20 Jahre nutzt.“

Nachdem das Gebäude entkernt worden war, begann im August der Umbau. Größte Schwierigkeit: Die umfassenden Sicherheitsanforderungen, die an ein Polizeirevier gestellt werden – etwa in Bezug auf Einbruchs- und Schusssicherheit oder auch auf Zutrittskontrollen. Das Mauerwerk selbst sei noch gut erhalten, sagt Architekt Olaf Imme vom Ingenieurbüro Uli Krieg aus Brandenburg, das schon die Sanierung der ehemaligen Tuchfabrik Am Rosenwinkel betreute.

Das Haus hielt Überraschungen bereit

Allerdings hielt auch die alte Post, Baujahr 1885, Überraschungen bereit. So habe sich gezeigt, dass die Decken in schlechterem Zustand seien, als ein entsprechendes Gutachten eingeschätzt hatte. Hinzu kommt der Hausschwamm. Befallene Balken wurden bereits oder werden noch ausgetauscht. Der alte Eingangsbereich an der Hausecke wird nach historischem Vorbild wieder hergerichtet – samt einer Uhr, die es einst dort gab. Das Gebäude ist ein Einzeldenkmal. Das heißt, überall werde darauf geachtet, dass originale Materialien wiederverwendet oder nach historischem Vorbild erneuert werden. „Sechs alte Fenster bleiben erhalten“, sagt Olaf Imme. Gleiches gelte für drei zweiflügelige alte Türen. Im Publikumsbereich werde viel mit Glas gearbeitet. An der Außenfassade sollen schadhafte Steine farblich akzentuiert ersetzt werden, ebenso wie die einst stellenweise verwendeten dunkel glasierten Steine. Auch die früheren kleinen spitzen Gauben solle das Haus wieder zurückbekommen. Koordiniert werde das gesamte Bauprojekt von der Brandenburgischen Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung (BBSM), „weil wir personell wegen der vielen aktuellen Projekte dazu nicht in der Lage wären“, sagt Hans-Jörg Löther. 2,7 Millionen Euro würden in den Umbau der alten Post investiert. 800 000 Euro davon kämen vom Land als Zuschuss. Dieser Betrag entspreche jenem Teil der Gesamtsumme, der in den vertraglich besiegelten 20 Jahren noch nicht als Miete zurückgeflossen sein wird, so Löther: „Die Polizei bekommt ein historisches, aber hochmodernes Gebäude. Durch den Umbau wird die Vielfalt in der Innenstadt gestärkt.“

Von Björn Wagener

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