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Ostprignitz-Ruppin Altfriesacker wollen die Kosten kennen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altfriesacker wollen die Kosten kennen
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00:26 30.11.2015
Anfangs herrschte angespannte Stimmung beim Ortsbeirat Wustrau-Altfriesack. Quelle: Celina Aniol
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Altfriesack

Eine Katze im Sack kaufen, das wollen die Altfriesacker auf keinen Fall. Deshalb vertagte der Ortsbeirat die Entscheidung über den Ausbau der Straße Am Bützsee. Erst wenn die Altfriesacker den Gesamtpreis für die Arbeiten vor ihrer Haustür kennen und auch genau wissen, welche Kosten auf die einzelnen Anlieger zukommen, soll erneut über das Thema gesprochen werden, entschied das Gremium einstimmig am Donnerstagabend. Die in der Gaststätte „Alte Fischerhütte“ versammelten knapp 50 Grundstücksbesitzer nickten zustimmend.

Schon einmal beriet der Ortsbeirat Mitte Oktober über den Ausbau des derzeit nur mit Asphaltgranulat befestigten und ziemlich maroden Weges. Damals lehnten die Ortsvertreter den Bau einer neuen Straße ab. Die Gemeindevertreter wollten das Nein allerdings nicht akzeptieren – und wiesen an, dass sich der Ortsbeirat noch einmal mit dem Thema befassen soll (die MAZ berichtete).

Zu Beginn herrscht eine angespannte Stimmung

Bei dem verordneten Treffen herrschte anfangs eine angespannte Stimmung. Die Anlieger ließen ein paar Sticheleien in Richtung Fehrbelliner Verwaltung los, die den Vorschlag zum Straßenausbau unterbreitet hatte. Sie ließen durchblicken, dass sie die Idee nicht unbedingt gut finden. Rasmus Krebs, Fachgebietsleiter für Planung und Entwicklung im Rathaus am Rhin, ließ sich nicht provozieren. „Wir sind nicht da, weil wir ihnen eine Straße verpassen wollen“, stellte Krebs klar. Vielmehr mache die Kommune den Grundstücksbesitzern, die sich seit 2004 über den Zustand der Straße beschweren, ein faires Angebot. Schließlich werde Fehrbellin mindestens 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Geschätzte Gesamtkosten: 230 000 Euro

Genau an dieser Stelle hakten die Anlieger ein. Denn die Gemeinde hat bislang keine Zahlen genannt. Wie sollen sie aber wissen, ob sie etwas machen lassen wollen, wenn sie nicht wissen, wie viel es kostet, argumentierten die Altfriesacker. Daraufhin ließ sich Rasmus Krebs erweichen und ließ die Katze aus dem Sack. Rund 230 000 Euro könnte der Ausbau kosten, nach einer groben Schätzung, wie er immer wieder betonte. Wie viel aber jeder einzelne der rund 55 Anlieger am Ende zahlen muss, das lasse sich nicht einfach so ermitteln, da das von Grundstücksgröße, Bebauungsart oder Lage abhänge, so Krebs.

Nachdem die Summe genannt worden war, entspannte sich die Atmosphäre im Saal. Es folgten Fragen zur Ausbauart, zu möglichen archäologischen Funden und deren Auswirkungen auf Kosten und Bauzeit oder auch zur Erreichbarkeit der Grundstücke während der Arbeiten. Von einer grundlegend ablehnenden Haltung zu dem Vorhaben war nicht mehr viel übrig.

Nun müssen die Gemeindevertreter überlegen, ob sie dem Votum aus dem Ortsteil folgen – oder ob sie den Straßenausbau doch über die Köpfe der Altfriesacker hinweg beschließen.

Von Celina Aniol

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