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Altfriesacker wollen die neue Straße

Ausbau kostet 233 000 Euro Altfriesacker wollen die neue Straße

Zuerst haben sie sich geziert. Nachdem die Gemeinde nun aber die Kosten ausgerechnet hat, die auf jeden einzelnen Grundstückseigentümer zukommen, stimmte die Mehrheit der Anlieger für den Ausbau der Altfriesacker Straße Am Bützsee. Für die Arbeiten, die noch in diesem Jahr beginnen können, werden rund 233 000 Euro veranschlagt.

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Im Ortsbeirat konnten die Anlieger nun die Kosten einsehen.

Quelle: Celina Aniol

Altfriesack. Jeder im Saal will an diesem Donnerstag einmal in die Akte gucken, in der die Kostenschätzung für den Ausbau der Altfriesacker Straße Am Bützsee steht. Dagmar Heinzgen von der Fehrbelliner Verwaltung, die in den vergangenen Wochen Haus für Haus die Höhe der Anliegerbeiträge ausgerechnet hat, fragt nach dem Namen der Grundstücksbesitzer und verweist auf die richtige Zahlenkolonne. Mal wandern dann die Augenbrauen hoch, mal die Mundwinkel nach oben. Nach 20 Minuten setzen sich alle wieder auf ihre Plätze und der Ortsbeirat Wustrau-Altfriesack beginnt mit der Beratung.

Schon mehrfach haben dessen Mitglieder im vergangenen Jahr über den Ausbau der Straße diskutiert, doch die Entscheidung zuletzt auf Drängen der Einwohner vertagt. Diese bestanden darauf zu erfahren, welche Kosten auf jeden Einzelnen bei dem Straßenbauprojekt zukommen. Die Gemeinde ließ sich darauf ein (die MAZ berichtete).

Etwa 233 000 Euro wird der Ausbau des 570 Meter langen Weges mit Betonsteinpflaster in etwa kosten, berichtet Rasmus Krebs vom Fehrbelliner Rathaus. Knapp 14 000 Euro entfallen dabei auf die Zufahrten, die die Anlieger selbst bezahlen müssen. Den Rest der Summe teilen sich die Gemeinde und die Grundstücksbesitzer. Die Summen, die auf die Einzelnen entfallen, scheinen angesichts der Mienen der etwa 30 Anwesenden nicht ganz gering – dennoch heben 19 von ihnen die Hand, als sie gefragt werden, ob die Straße ausgebaut werden soll. Der Ortsbeirat beugt sich dem Votum mit drei Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Dem kurzen Aufbegehren der letzten Kritiker unter den Anliegern wird zuvor sowohl von Ortsbeiratsmitgliedern als auch von anderen Anwohnern widersprochen. Dass die neue Straße nach dem Ausbau zu einer Rennstrecke werden könnte oder mit ihren drei bis fünf Metern nicht breit genug für den Begegnungsverkehr wäre, will vor allem Ursel Gröer nicht hören. „Macht doch nicht so ein Drama draus“, sagt sie. „Man macht Lichthupe und fährt ein bisschen zur Seite, dann geht das schon mit dem Aneinandervorbeifahren.“ Zum anderen Problem meint sie nur lakonisch, dass die schlimmsten Temposünder in der ruhigen Sackgasse mit der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde ohnehin die Anlieger selbst seien.

Von Celina Aniol

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