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Ostprignitz-Ruppin Altglas landet unter der Erde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altglas landet unter der Erde
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16:57 06.11.2017
Ein Kran hob die neuen Glascontainer in die Grube. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Nach dem Regen am Sonntag befürchtete die Kyritzer Bauamtsleiterin Katharina Iredi für den Montag schon das Schlimmste. Die Baugrube für die Glascontainer in der Johann-Sebastian-Bach-Straße könnte voll Wasser gelaufen sein. Dann hätten die unterirdischen Container nicht gesetzt werden können.

Die Arbeiten konnten am Morgen dann aber wie geplant ausgeführt werden. Und sie kamen schneller voran als es sich Planer Volker Südmeier vorgestellt hatte. Als er gegen kurz vor halb zehn vor der ehemaligen Kaufhalle Kersten eintraf, standen die neuen Container schon an ihrem neuen Platz. Punkt 9 Uhr war der Kran mit den drei Behältern angerollt und dann ging es Schlag auf Schlag. Nachdem alle drei Glascontainer platziert waren, ging es ans Ausmessen und Ausgleichen. Das Gefälle für die Metallplattformen, aus denen die Stutzen zum Einfüllen des Altglases herausstehen, muss stimmen, damit später kein Wasser darauf steht. Ein Anti-Rutsch-Belag soll für zusätzliche Sicherheit sorgen.

Zum Leeren wird der ganze Container herausgehoben

Es ist das erste Mal, dass die Stadt Kyritz eine solche Containerlösung bauen lässt. „Besonders im Innenstadtbereich ist das praktisch und weniger laut als bei den herkömmlichen Containern“, sagt Katharina Iredi. Die Stadt habe sich ähnliche Containeranlagen in Pritzwalk und Neuruppin angeschaut, die überzeugt hätten, so die Bauamtsleiterin. Zudem seien die Wege für die Anwohner kurz. Für diejenigen, die ihr Altglas mit dem Auto bringen müssen, gebe es unmittelbar am Containerstellplatz auch Parkplätze. Außerdem befindet sich die Bushaltestelle direkt daneben.

Zum Leeren wird der Container später an den Griffen aus dem Betonkörper nach oben gezogen. Darunter schließt sich eine Schutzklappe, damit niemand in das Loch fallen kann. Ein Container kostet gut 10 000 Euro und fasst etwa 1,5 Kubikmeter Altglas. „Mehr ist nicht möglich, weil der Entsorger den Container ja auch noch anheben muss“, erklärt Volker Südmeier. Die Leerung sei ansonsten kein Problem, weil ja ähnliche Anlagen im Landkreis schon da sind.

Katharina Iredi will nicht ausschließen, dass es weitere solcher Anlagen in Kyritz geben könnte. „Wir schauen jetzt erst einmal, wie die Leute den neuen Platz annehmen und entscheiden dann darüber“, sagte sie auf MAZ-Nachfrage. Sicher sei die Errichtung dann aber nur innerhalb einer anderen Baumaßnahme zu realisieren.

Das Aufstellen der unterirdischen Container war ein weiterer großer Schritt zur Fertigstellung der Arbeiten in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Die Stadt plant für Anfang Dezember die Übergabe.

Von Sandra Bels

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