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Ostprignitz-Ruppin Altkreis Kyritz erwartet den Schnee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Altkreis Kyritz erwartet den Schnee
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00:27 07.01.2016
200 Tonnen Streusalz lagern in Ganzer. Das reicht im Ernstfall für zwei Wochen. Nachschub steht aber bereit. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Für kleinere Schneeballschlachten mag es eventuell schon reichen. In Massen wird der erste Schnee dieses Winters am Dienstag aber voraussichtlich noch nicht fallen. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Dienstag und Mittwoch leichte Schneefälle voraus. Vielleicht um die fünf Zentimeter werden erwartet.

Trotzdem gibt es nicht wenige Menschen, die die Prognosen ganz genau im Auge behalten. Die Winterdiensthabenden in der Region bereiten ihre ersten Einsätze vor.

„Wir waren schon vor Weihnachten auf so was vorbereitet“, erklärt die zuständige Amtsleiterin in Neustadt, Kathrin Lorenz. Bereits seit dem 21. Dezember sei ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Die Einsatzfahrzeuge sind für den Winter umgerüstet, die Streugutvorräte aufgefüllt. „Wenn das so kommt, wie vom Wetterdienst angekündigt, dann sind am Dienstag alle Bauhofmitarbeiter im Einsatz“, kündigte Kathrin Lorenz auf Nachfrage an. Es gehe darum, auf kommunalen Flächen und vor öffentlichen Einrichtungen zu räumen und zu streuen.

Der Winterdienst auf kommunalen Straßen ist in den Gemeinden des Amtes Neustadt privaten Dienstleistern übertragen. In Sieversdorf kommt der Landwirtschaftsbetrieb von Uwe Rutter zum Einsatz, in Dreetz die Firma Brandt. Das meiste übernimmt aber der Straßenunterhaltungsbetrieb SUB aus Ganzer. Chef Peter Weller hat ebenfalls alles vorbereitet. Seine Firma leistet nicht nur Teile des Winterdienstes im Amt Neustadt, sondern arbeitet auch für den Landkreis auf den Kreisstraßen der Region. Drei Räum- und Streufahrzeuge hat SUB im Einsatz. 200 Tonnen Streusalz sind eingelagert. „Das reicht vielleicht für 14 Tage Einsatz“, sagt Peter Weller. Bei Bedarf komme jeden Tag Nachschub. In jedem Fall sei der Aufwand beträchtlich.

Auch beim Straßenunterhaltungsbetrieb in Ganzer sind die Fahrzeuge aufgerüstet. Chef Peter Weller sieht dem ersten Schnee gelassen entgegen. Quelle: Alexander Beckmann

Während also Neustadt in erheblichem Maße auf ein Unternehmen aus der Gemeinde Wus­terhausen setzt, ist es dort genau umgekehrt: In und um Wusterhausen übernimmt der Diamant Verkehrsbauservice aus Neustadt das Räumen und Streuen auf den wichtigsten kommunalen Straßen. Lediglich im Bereich Schönberg ist der kommunale Bauhof auch dafür im Einsatz. Bushaltestellen, Gehwege vor öffentlichen Einrichtungen und ähnliches sind sowieso seine Aufgabe.

„Die Salzlager sind voll. Die Technik ist vorbereitet“, sagt die Wusterhausener Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf. „Wir verfolgen den Wetterdienst und die amtlichen Warnungen.“ Im Ernstfall haben die Winterdienstler eine kurze Nacht. „Wenn sie raus müssen, dann fangen sie um zwei oder drei an. Bis sechs oder sieben soll ja alles fertig sein, wenn die Leute zur Arbeit müssen.“ Die Amtsleiterin warnt in dem Zusammenhang: Nicht alle Straßen und Wege können geräumt werden. So halte man beispielsweise die Verbindung von der B 5 nach Barsikow frei, nicht aber den Weg von Barsikow nach Nackel. „Da würden wir sonst gar nicht mehr hinterherkommen.“

Silvestermüll wird weggeräumt

Das Problem kennt auch der Leiter des Kyritzer Baubetriebshofes Manfred Nitsche. Die sechs einsatzfähigen Bauhofleute sind jetzt für das Räumen und Streuen auf den kommunalen Straßen und Plätzen, auf Gehwegen, am Busbahnhof und so weiter zuständig. „Wenn Einsatz ist, dann geht es früh raus“, weiß Manfred Nitsche. „Wie lange das dann dauert, ist von vielen Faktoren abhängig.“ Es mache schließlich einen gewaltigen Unterschied, ob vier oder 20 Zentimeter Schnee fallen. „Bis mittags sind wir auf jeden Fall unterwegs. Und wenn’s weiter schneit eben auch mal den ganzen Tag.“ Immerhin sei man seit Montag mit dem Aufräumen des Silvestermülls ganz gut vorangekommen. Das hatte im Bauhof jetzt erst einmal Priorität. „Im Überblick kann man sagen, dass Verschmutzungen da sind, aber bei weitem nicht so wie in den vorangegangenen Jahren“, schätzt der Bauhofleiter ein.

Auch die Stadt Kyritz setzt beim Winterdienst auf externe Unterstützung: Verträge gibt es mit der Firma Thiele aus Drewen und der Firma Erd- und Wasserbau aus Wittstock.

Alle Kommunen haben die vergangenen Wochen genutzt, um ihre Bürger an die Pflichten in Sachen Räumen und Streuen zu erinnern. In aller Regel legen die Straßenreinigungssatzungen fest, dass Anlieger für die Gehwege vor ihren Grundstücken verantwortlich sind und zwischen 7 und 20 Uhr für freies und sicheres Durchkommen sorgen müssen. Bei den Details gibt es örtliche Unterschiede.

Von Alexander Beckmann

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