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Ostprignitz-Ruppin Am Straßenrand wird’s gefährlich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Am Straßenrand wird’s gefährlich
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00:29 01.03.2018
Die Kreisstraße zwischen Berlinchen und Sewekow. Quelle: Björn Wagener
Berlinchen/Sewekow

Eng kann es werden, wenn sich zwei Lastwagen oder ein Lkw und ein Bus auf der Kreisstraße 6823 zwischen Berlinchen und Sewekow begegnen. Denn die Straße ist schmal; Mittellinien zur Orientierung fehlen. „Da sind sehr häufig große Holzlaster unterwegs – meist vier oder fünf hintereinander“, erzählt eine Sewekowerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Tiefe Furchen entstanden

Das Problem sei vor allem der Begegnungsverkehr. Wenn zwei Lkw aneinander vorbeifahren, müsse einer auf den Seitenstreifen ausweichen. Das sorge dafür, dass diese unbefestigten Bereiche inzwischen stark ausgefahren seien. Denn dieser hohen Belastung können sie kaum etwas entgegen setzen. Die Folge: „Es sind tiefe Furchen entstanden.“

Das wiederum habe unangenehme Folgen für Pkw-Fahrer. Wenn diese die Straße verlassen müssen, weil sie verhindern wollen, dass ihnen womöglich ein Außenspiegel abgefahren wird, könne es schnell passieren, dass sie in die Furchen und Löcher hineingeraten.

Wissen Sie, was ich für Ängste ausstehe?

Das wiederum könne zu Schäden am Fahrzeug führen, von den Schreck-Momenten hinterm Lenkrad ganz abgesehen. „Ich bin dort öfter mit meinem Enkel im Auto unterwegs. Wissen Sie, was ich für Ängste ausstehe?“

Als besonders gefährlich bezeichnet die Anruferin am MAZ-Lesertelefon die Strecke von Sewekow bis zum Abzweig zum Glambecksee. Auch aus der Bekanntschaft höre sie immer wieder, dass sich Autofahrer über diese gefährlichen Situationen ärgern, vor allem, wenn es dunkel ist und die Löcher noch schlechter zu erkennen sind.

Auch der Schulbus ist dort unterwegs

Hinzu komme, dass auf dieser Kreisstraße auch der Schulbus in und aus Richtung Wittstock unterwegs ist. Außerdem habe die Straßenkante selbst bereits Schaden genommen. „Das ist aber schon seit langer Zeit so“, sagt sie. Hinweise an die Kreisverwaltung hätten bislang nicht gefruchtet. „Es wurde jedenfalls kein Versuch unternommen, daran etwas zu ändern.“

Dabei sei die Straße an einigen Stellen punktuell mit Pflastersteinen verbreitert worden. In den Augen der Sewekowerin sei das ein Anfang, der aber noch nicht ausreiche. Vielmehr sollten auch weitere Problemstellen, die sich in etwa 50 bis 60 Metern Abstand befänden, in ähnlicher Weise befestigt und damit sicherer gemacht werden.

Provisorien sind keine Lösung

„Ich habe gesehen, dass jemand schon Grasnarben in die Löcher hineingegeben hat, um sie zumindest ein wenig auszufüllen.“ Das aber könne natürlich keine Lösung sein, findet die Sewekowerin, die dringend darauf hinweist, dass hier etwas geschehen müsse. Zumindest sollten die Randstreifen mit Schotter aufgefüllt werden, um die schlimmsten Löcher zu entschärfen und den Untergrund ein wenig stabiler zu machen.

Kreis: Bankette werden befestigt

Das Problem ist der Kreisverwaltung in Neuruppin aber offensichtlich bekannt. „Die Straße selbst ist in Ordnung, nur für den Lkw-Verkehr etwa einen halben Meter zu schmal“, heißt es auf MAZ-Nachfrage. Deshalb seien Gegenmaßnahmen auch bereits anvisiert. „Es ist geplant, die Bankette in diesem Jahr ungebunden zu befestigen“, heißt es, ohne einen näheren Zeitraum dafür anzugeben.

Vorerst müssen die Autofahrer also weiterhin irgendwie mit der Situation klarkommen.

Von Björn Wagener

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