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Am Vereinsheim nagt der Zahn der Zeit

Kleintierzüchter in Blumenthal Am Vereinsheim nagt der Zahn der Zeit

Die Kleintierzüchter in Blumenthal sind seit 51 Jahren aktiv. Nun nagt der Zahn der Zeit am Vereinsheim. Das Dach am Anbau soll in diesem Jahr erneuert werden. Doch derzeit ist die Finanzierung völlig offen. Außerdem steht der Vorstand nach dem Tod des Vorsitzenden vor einer Neuwahl.

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Ingo Kadasch (l.) und Helmut Sperling vor dem Vereinsheim. Der Flachbau soll nun ein neues Dach erhalten.

Quelle: Christamaria Ruch

Blumenthal. Der Zahn der Zeit nagt am Vereinsheim der Kleintierzüchter in Blumenthal. Wer an die Decke im Versammlungsraum blickt, entdeckt dort schon seit gut zwei Jahren Spuren von Nässe: Die Holzverkleidung wirft Blasen und bröckelt langsam vor sich hin.

„In diesem Jahr nehmen wir die Dachsanierung in Angriff“, sagt Helmut Sperling, der kommissarische Vereinsvorsitzende. Damit gibt er zugleich die Marschrichtung vor. Denn für einen Verein wie die Kleintierzüchter gehören Baumaßnahmen wie diese zu den Ausnahmefällen. Auf dem Anbau vom Vereinsheim mit besagtem Versammlungsraum und Küche liegt derzeit noch eine Dacheindeckung aus Wellasbestplatten. Auch wenn die Fläche nur 70 Quadratmeter umfasst – die geschätzten Kosten sind nicht allein aus der viel zitierten Portokasse zu begleichen. „Wir gehen von Materialkosten in Höhe von gut 3500 Euro aus, aber das sind alles bisher nur unsere eigenen Kalkulationen“, sagt Sperling. Ziegelblech oder Platten werden für das neue Dach derzeit favorisiert.

Seit 1985 hat der Verein ein Haus in Blumenthal

Seit 1985 hat der Verein ein Haus in Blumenthal.

Quelle: Christamaria Ruch

Seit 1985 gilt das Vereinsheim als erste Adresse der Blumenthaler Kleintierzüchter. „Vorher richteten wir unsere Vereinsschauen und Sitzungen in den örtlichen Gaststätten aus“, erinnert sich Schatzmeister Ingo Kadasch. Seit 1964 sind die Kleintierzüchter im Ort aktiv. „Das Vereinsheim haben wir von privater Hand erworben; zuvor befand sich darin ein Düngerlager“, so Kadasch. Innerhalb eines halben Jahres legten die Vereinsmitglieder damals Hand an und verwandelten den Schuppen in ein großzügiges Vereinsheim. Das ehemalige Spitzdach wich einem Flachdach; außerdem kamen mehrere Anbauten hinzu. In diesem Zuge entstand auch der Bereich, auf dem nun das Dach erneuert werden soll.

Die Finanzierung dieses Vorhabens ist derzeit noch völlig offen. „Neben Vereinsmitteln möchten wir Sponsoren gewinnen und auch in Eigenleistung beim Innenausbau aktiv werden“, so Schatzmeister Kadasch. Ebenso hofft der Verein auf eine Finanzspritze aus dem Gemeindehaushalt Heiligengrabe. „Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Gemeinde Mittel für Vereinsvorhaben bereitstellt“, sagt Bürgermeister Holger Kippenhahn auf Nachfrage der MAZ. Dennoch muss das detaillierte Projekt über den Ortsbeirat an die Gemeindevertretersitzung herangetragen werden. „In weiterer Folge werden wir dann sehen, wie entschieden wird“, so Kippenhahn.

Bei den Vereinsschauen stehen immer auch Hühner im Mittelpunkt

Bei den Vereinsschauen stehen immer auch Hühner im Mittelpunkt.

Quelle: Christamaria Ruch

Als weitere Baustelle für die Vereinsmitglieder gilt derzeit die Vereinsführung. Jürgen Jäger, seit 1996 Vorsitzender, verstarb im September letzten Jahres plötzlich im Alter von 59 Jahren. Er hinterlässt nicht nur unter den Züchtern eine große Lücke. „Aus diesem Grund ist am 6. Februar bei der Jahreshauptversammlung auch eine Vorstandswahl angesetzt“, sagt Helmut Sperling. Er rückte 1996 neben Jürgen Jäger an die Vereinsspitze und war seitdem als stellvertretender Vorsitzender aktiv. Nun ist er der amtierende Vereinschef und stellt sich auch der Wahl zum neuen Vorstand. Der 62-Jährige wohnt in Schönebeck (Gemeinde Gumtow) und ist seit 1974 im Verein organisiert. Von Beginn an gilt sein Augenmerk der Taubenzucht. „Im Verein aktiv zu sein, ist etwas anderes, als wenn man nur für sich allein züchtet“, sagt er. Vor allem die Kontakte unter Zuchtfreunden schätzt Sperling. Dies bestätigt auch Tobias Fitz aus Neu Krüssow (Stadt Pritzwalk). Er trat Ende 2014 den Kleintierzüchtern in Blumenthal bei. „Der Zusammenhalt ist hier wie in einer Familie“, sagt Fitz. Die Zwerghühnerrasse „Antwerpener Bartzwerge“ sowie die Taubenrasse „Mövchen“ züchtet er: „Ich habe mich für diese Rassen entschieden, weil sie ausgefallen sind.“

Von Christamaria Ruch

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