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Ampel an, Ampel aus, Ampel weg!

Irrsinn an der A 24 Ampel an, Ampel aus, Ampel weg!

Wie kann man am besten rund 100 000 Euro sprichwörtlich in den Wind schießen? Scheinbar mit einer Ampelanlage! Der Bau einer Ampelanlage auf der Autobahnbrücke Neuruppin Süd war richtig teuer, doch nach Beschwerden von Kraftfahrern hat die Verkehrsbehörde in Neuruppin die Ampeln nach nur einem Jahr wieder abschalten lassen. Eine Ampel ist schon weg.

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Die ersten Ampeln an der Abfahrt Neuruppin Süd sind bereits verschwunden – aber nicht für lange.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die Posse um die vor gut einem Jahr an der Autobahnbrücke Neuruppin Süd installierten Ampeln geht weiter. Nachdem diese Ende August bereits wegen Beschwerden von Autofahrern abgeschaltet wurden, sind jetzt erste Ampeln abgebaut worden – und zwar die, die eigentlich die Zufahrt auf die Landesstraße erleichtern sollten, wenn man aus Richtung Wittstock die A 24 an der Abfahrt Neuruppin Süd verlässt.

Der Abbau ist aber kein Zeichen dafür, dass alle Ampeln auf und an der Brücke verschwinden. Vielmehr hat die Verkehrsbehörde des Kreises dem Abbau nur zugestimmt, weil die Ampelanlage Schwerlasttransportern im Weg ist. Diese sollen Teile von Windkraftanlagen transportieren, die in Klein Mutz bei Zehdenick aufgestellt werden. „Nach den Transporten werden die Ampeln wieder aufgestellt“, betonte am Donnerstag die Kreissprecherin Kerstin Pein. Das wird spätestens Mitte November passieren.

Für Linksabbieger wäre die Ampel sicherer

Der Landesbetrieb Straßenwesen findet es gut, dass die Ampeln wieder aufgebaut werden. Die Behörde hält eh nichts davon, dass der Landkreis die auf seinen Wunsch errichteten Lichtsignalanlagen für sechs Monate abgeschaltet hat. Cornelia Mitschka, Sprecherin des Landesbetriebes, verwies am Donnerstag auf eine Untersuchung. Demnach sei es vor allem für Linksabbieger, die von der Landesstraße auf die A 24 wollen, sicherer, wenn sie dank einer Ampelregelung auf die Autobahn fahren können.

Gleichwohl hat die Verkehrsbehörde in Neuruppin die Ampeln vor zehn Wochen erst mal abgeschaltet. Die Experten vor Ort wollen prüfen, ob die Einwände der Kraftfahrer berechtigt sind. Diese monieren, dass durch die Ampeln der Verkehr nicht mehr so flüssig fließen kann wie zuvor. Beklagt wurden zudem die langen Rotphasen ohne nennenswerten Verkehr. Viele Kraftfahrer halten die Ampeln an der Autobahnbrücke, die einschließlich des einjährigen Betriebes rund 100 000 Euro gekostet haben, für unnötig.

Allerdings hat es dort erst am Dienstagfrüh einen schweren Unfall gegeben: An der Stelle, an der die Ampeln abgebaut wurden, stieß eine 50-Jährige mit ihrem Skoda gegen einen Subaru. Deren 33-jährige Fahrerin wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, die Landesstraße für 30 Minuten gesperrt. Der Sachschaden betrug 15 000 Euro.

Von Andreas Vogel

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