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Ampeln nur noch verkürzt in Betrieb

Wittstock Ampeln nur noch verkürzt in Betrieb

Drei Fußgängerampeln in Wittstock bleiben jetzt nach 18 Uhr dunkel, ebenso wie viele andere im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Das soll den Straßenverkehr flüssiger machen.

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Die Fußgängerampel in Höhe des Rewe-Marktes in Wittstock ist eine der drei Anlagen, die verkürzt im Einsatz sind.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Rund 50 Ampelanlagen im Kreis bleiben jetzt zumeist ab 18 Uhr dunkel, lediglich an wenigen stark frequentierten Kreuzungen in Neuruppin gilt eine Betriebszeit bis 19 Uhr. Das soll den Verkehr flüssiger machen. Denn ab 18 Uhr lasse das Verkehrsaufkommen bedeutend nach, sagt Mathias Wittmoser, der Leiter des Amtes für Sicherheit und Verkehr im Kreis Ostprignitz-Ruppin. Das hätten verschiedene Erhebungen und Verkehrszählungen ergeben.

Die neuen Schaltzeiten sollen verhindern, dass Kraftfahrer an Rotphasen warten müssen, obwohl das das Verkehrsaufkommen gar nicht erfordern würde. Dahinter stehe ein kreisweites Konzept, bei dem „wir uns jede Ampelanlage einzeln angeschaut haben“, beschreibt Wittmoser.

Drei Stunden kürzer

In Wittstock sind davon drei Fußgängerbedarfsampeln in der Röbeler Straße betroffen – in Höhe der Franz-Mehring-Straße, der Fahrschule Seidel und des Rewe-Marktes. Die Betriebszeiten seien dort ebenfalls auf 6 bis 18 Uhr begrenzt worden. Zuvor waren sie bis 21 Uhr eingeschaltet. Den Stromverbrauch zu senken, habe dabei nicht im Vordergrund gestanden, betont Amtsleiter Wittmoser. Vielmehr sei es in allen Fällen vorrangig darum gegangen, den Verkehrsfluss zu verbessern und gleichzeitig eine einheitliche Regelung für den gesamten Kreis zu finden.

Stadt nicht einbezogen

Die Stadt Wittstock sei in dieser Angelegenheit komplett außen vor gewesen, sagt Bürgermeister Jörg Gehrmann. Zwar ist allein die Verkehrsbehörde des Kreises zuständig, aber Gehrmann hätte es dennoch begrüßt, wenn die Kommune involviert worden wäre – zumal sie ohnehin nun wieder ins Spiel komme. „Denn es gibt die Befürchtung, dass Schulwege nun nicht mehr sicher sein könnten, aber auch ältere Menschen dadurch Nachteile in Sachen Verkehrssicherheit in Kauf nehmen müssten.“

Über Fußgängerüberwege wird noch zu reden sein

Deshalb solle in den städtischen Ausschüssen demnächst darüber diskutiert werden, ob manche Fußgängerampel, wenn sie ohnehin schon verkürzt in Betrieb ist, nicht auch gänzlich durch einen Fußgängerüberweg ersetzt werden könnte. „Denn eine Ampelanlage bietet nur von 6 bis 18 Uhr Verkehrssicherheit, ein beleuchteter Übergang aber 24 Stunden am Tag.“ Die Schutzwirkung sei zudem vergleichbar.

Genau das beschäftigt die Stadt zurzeit auch in Freyenstein. Dort hat die Kommune in der Schlossstraße einen Fußgängerüberweg beim Kreis beantragt, um die Straßenquerung für Kinder, aber auch alle anderen Verkehrsteilnehmer sicherer zu machen. Eine Entscheidung sei dazu noch nicht getroffen worden. Bürgermeister Gehrmannn hielte einen Fußgängerüberweg an dieser Stelle aber für die beste Lösung.

Von Björn Wagener

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