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Ostprignitz-Ruppin Amt Neustadt vertagt Haushaltsbeschluss
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Neustadt vertagt Haushaltsbeschluss
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02:16 04.12.2015
Sowohl Nutzer als auch Mitarbeiter des Schlosses Spiegelberg haben die Kündigung erhalten. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Anders als geplant hat der Neustädter Amtsausschuss bei seiner Sitzung am Montag nicht den Amtshaushalt für 2016 verabschiedet. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte der Ausschussvorsitzende Karl Tedsen in der Sitzung Neuigkeiten verkündet, die dann nach kurzer Diskussion dazu führten, dass die Verwaltung sowohl den Entwurf der Haushaltssatzung als auch den einer Gebührensatzung für das Internat Schloss Spiegelberg von der Tagesordnung zurückzog.

Der Haushalt soll nach Aussage von Amtsdirektor Dieter Fuchs nun Gegenstand einer Sondersitzung am 16. Dezember werden. Der Beschluss ist Voraussetzung dafür, dass auch die einzelnen Gemeinden des Amtes ihre Haushalte verabschieden und damit ihre Aktivitäten für das kommende Jahr planen können. Zwar wollte Dieter Fuchs am Dienstag nicht offiziell bestätigen, dass die Querelen um das Reitschülerinternat im Schloss Spiegelberg Grund für die Vertagung sind, doch dieser Schluss liegt nahe. Nach wie vor ist nicht entschieden, ob das Amt den Betrieb des bisher privaten Internats übernimmt, nachdem dessen Betreiber, die Zühlke Betriebsgesellschaft, zum Jahresende den Ausstieg aus dem Geschäft angekündigt hatte.

Internatsschülern wurde zum Jahresende gekündigt

Der Amtsausschuss macht die Entscheidung unter anderem von den rechtlichen Folgen abhängig, die daraus resultieren, dass der Internatsbetreiber sowohl dem Personal als auch den Internatsschülern zum Jahresende gekündigt hat. Wolfgang Zühlke informierte den Amtsausschuss darüber, dass er Kontakt zu den Eltern aufgenommen habe, die angekündigt hatten, die vorzeitige Kündigung der Jahresverträge nicht einfach so hinnehmen zu wollen. Nachdem ihnen die Weiterführung des Internats durch das Amt in Aussicht gestellt worden sei, hätten bislang zumindest zwei der drei Familien auf weitere Schritte verzichtet. Die Klage einer Mitarbeiterin gegen ihre Kündigung stehe allerdings immer noch im Raum. Wolfgang Zühlke appellierte an die Ausschussmitglieder: „Von Ihnen hängt es ab, ob auch künftig Kinder im Schloss untergebracht sein werden.“

Zu einer entsprechenden Entscheidung kam es am Montag jedoch nicht. „Da sind für uns ja noch Fragen offen“, sagt der Amtsdirektor. „Das ist jetzt Sache des Betreibers.“ Erst am Mittwoch wollen Vertreter des Amtes und des Internatsbetreibers zusammenkommen, um sich über die Situation und das weitere Vorgehen zu verständigen. Mit jedem verstreichenden Tag schwindet allerdings die Chance, dass der Internatsbetrieb im Schloss zumindest für seine jetzigen Nutzer nach dem Jahreswechsel nahtlos fortgesetzt werden kann. Schließlich müsste der Amtsausschuss der Anmietung des Gebäudes und den Modalitäten für den Betrieb erst noch zustimmen. Die nächste reguläre Sitzung gibt es aber erst im Februar.

Zukunft des Spiegelberger Schlosses ist weiter ungewiss

Grundsätzlich scheint das Amt schon aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus nur geringes Interesse zu haben, den bestehenden Internatsbetrieb komplett zu übernehmen. Vielmehr hat das Amt offenbar vor, auch weiterhin nur ein Internat zu betreiben – nur eben eventuell in zwei Häusern.

Die offene Zukunft des Spiegelberger Schlosses ist übrigens ein Grund dafür, dass die Schöller-Festspiele 2016 nicht im Park hinter dem Landstallmeisterhaus, sondern im Schlosspark Kampehl stattfinden sollen. Die Veranstalter nutzten das im Sommer ungenutzte Spiegelberger Schloss als Unterkunft für Schauspieler und Techniker. Ob das auch im nächsten Jahr möglich sein wird, sei momentan kaum absehbar, erklärte Festspielleiter Peter Schroth und betonte zugleich: „Das Gestüt bleibt einer unserer wichtigsten Kooperationspartner. Wir haben eine sehr gute Beziehung.“

Von Alexander Beckmann

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