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Amt Temnitz 21. Dörferturnier in Temnitzquell erbringt 2680 Euro für den Nachwuchs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz 21. Dörferturnier in Temnitzquell erbringt 2680 Euro für den Nachwuchs
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18:52 16.03.2019
Der Kinderchor der Karl-Liebknecht-Grundschule Neuruppin sang ein bewegt-fröhliches Programm. Quelle: Buddeke
Netzeband

Die Temnitzkirche ist am Samstagvormittag voll bis auf die Ränge. Allein die mehr als 50 Chorkinder der Neuruppiner Karl-Liebknecht-Schule und deren Eltern füllen den Raum. Aber auch aus diversen anderen Vereinen und Einrichtungen sind vor allem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene gekommen und fiebern auf die Enthüllung des Spendenschecks des 21. Dörferturniers der Gemeinde Temnitzquell. Die gesammelten Mittel fließen Jahr für Jahr in Projekte der Nachwuchsförderung.

Beim Turnier der Dörfer sind mittlerweile nicht mehr nur die Volley- und Fußballteams der Gemeinde Temnitzquell aktiv sondern auch aus anderen Dörfern und Ortsteilen der Region. Das Ziel am Ende: Geld für Kinder- und Jugendarbeit. 2680 Euro kamen beim 21. Turnier zusammen und wurden am Samstag verteilt.

Warum? „Weil es im ländlichen Raum kaum Geld für die Kinder- und Jugendarbeit gibt“, sagt Bernd Müller, der gemeinsam mit seinem Bruder Olaf seit 21 Jahren das Turnier organisiert. Unterstützt werden die Rägeliner dabei von ihren Frauen Petra Müller und Dorina Salzwedel. „Aber der Nachwuchs hat auch Wünsche.“

Die Idee zum Turnier kam kurz nach der Wende. „Wir wollten dem Westen zeigen, dass wir zusammenhalten“, sagt Bernd Müller. „Und mit Sport kann man die Leute zusammenbringen. Wir sind Fußballer und haben alle Dörfer zusammengetrommelt: Rägelin und Netzeband, Storbeck und Frankendorf.“

Mittlerweile spielen auch Teams aus Walsleben und Gnewikow, Wuthenow und Alt Ruppin mit. Und mittlerweile gibt es mehr Starter beim Volleyball als beim Fußball: ganze 16 Volleyballteams waren dieses Jahr im Rennen. „Wir wollen, dass die Familien und Freunde sich zu Mannschaften zusammenschließen“, sagt Bernd Müller.

Bereits das 21. Dörferturnier

Das erste Turnier fand damals im Gutspark statt, mittlerweile spiele man beide Turniertage im Sportcenter Neuruppin. Wir haben auch allen 30 anwesenden Kindern ein Ticket fürs Schwimmbad spendiert“, erzählt Olaf Müller. Und natürlich wie immer eine Tombola veranstaltet. „Nach dem Spiel und vor der Pokalverleihung.“ Die holten in diesem Jahr im Volleyball das Team „Sonntagsspieler“, im Fußball „Athletik Netzeband“ und den Gesamtsieg aller 16 Mannschaften räumte „6 aus 49“ ab.

Die Organisation sei immer aufreibend, verraten die Müller-Brüder. „Bernd ist der Motor – er schiebt das mit Brachialgewalt an“, sagt sein Bruder Olaf. Und natürlich gibt es viele Unterstützer und Sponsoren, ohne die es nicht zu schaffen sei. Aber es läuft. „Wir hören erst auf, wenn wir das Bundesverdienstkreuz bekommen haben“, sagt Bernd Müller und lacht. „Also müssen wir noch 50 Jahre machen.“

Fußballer und Volleyballer am Start

Und natürlich machen die beiden Brüder auch beim Turnier mit. „Wir suchen uns vorher immer die besten Spieler für unser Team raus“, sagt Olaf Müller augenzwinkernd. „Aber wir wollen nicht Erster werden“, ergänzt Bernd Müller. Man bleibe lieber im Hintergrund: Dabei sein und Spaß haben ist die Devise.

Die Pokale sind verliehen, für die Geldübergabe wollten die Organisatoren einen festlichen Rahmen. Zum Festakt treten viele auf, die später noch ein Geldkuvert erhalten sollen. Etwa die Jugendkunstschule Neuruppin, die eine Band, geleitet von Hans Bröge, entsendet hat. Danach wird die Bühne voll mit dem Karli-Spatzen-Chor. Über 50 Sänger punkten mit Enthusiasmus, viel Power und eingängigen Hits.

Einnahmen fließen in Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum

Später trägt Netzeband-Schauspieler Andreas Klein Fontanes Gedicht „Die Alten und die Jungen“ vor – das passt ganz gut zur Philosophie der Turniermacher. Und zum Fontane-Jahr. Dann steppen noch die „Kreuz&Quer“-Tanzkinder der Region die Bühne.

Endlich ist es soweit: Der Scheck wird enthüllt. 2680 sind am Ende zusammengekommen und werden nun verteilt. Die Rägeliner Kita bekommt ein Kuvert, der Karli-Chor aus Neuruppin und auch der Theatersommer Netzeband, der seit Jahr und Tag nicht nur die Gemeinde Temnitzquell bereichert, sondern auch vielen Kids der Region die Chance gibt, mit auf der Bühne zu stehen.

2680 Euro in 2019 gesammelt und verteilt

Hans Bröge bekommt ein Kuvert für die Jugendkunstschule überreicht, die Tanzkinder bekommen ebenso eines. Von Anfang an dabei beim Turnier ist auch der Wuthenower Reitverein – auch dessen Kinder sind Nutznießer des Turniers, genauso wie der Reitverein aus Netzeband.

„Was gehört zum Dorfleben dazu – als tragende Säule“, fragt Bernd Müller. Natürlich, die Feuerwehr. Die Jugendabteilung aus Rägelin bekommt auch einen Teil des Geldes. Und last not least: Die Spielervereinigung Gühlen-Glienicke-Rägelin – dem Gastgeber des Turniers. Und ganz egal, wer in diesem Jahr den Pott geholt hat: Gewonnen haben am Ende alle.

Von Regine Buddeke

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