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Amt Temnitz Kreis lässt Temnitz-Amtsausschuss platzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Kreis lässt Temnitz-Amtsausschuss platzen
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17:45 29.08.2018
Im Juni war Thomas Voigt nach zwei Abwahlbegehren als Ortsvorsteher von Garz zurückgetreten. Den Vorsitz im Amtsausschuss wollte er bisher nicht abgeben. Quelle: Peter Geisler
Walsleben

Der Streit im Temnitzer Amtsausschuss nimmt einfach kein Ende. Mittwochmittag hatte die Amtsverwaltung in Walsleben die für den Abend geplante Sitzung des Amtsausschusses völlig überraschend abgesagt. Dort sollte eigentlich erneut über eine mögliche Abwahl des umstrittenen Vorsitzenden Thomas Voigt entschieden werden. Doch wenige Stunden vor der Abstimmung griff offenbar die Kommunalaufsicht des Landkreises ein.

Was genau der Grund für die kurzfristige Absage war, bleib offen. Weder im Amt Temnitz war dazu jemand zu sprechen, noch wollten sich die Mitglieder des Amtsausschusses klar äußern. „Es gab wohl Formfehler“, sagte Dabergotz’ Bürgermeister Ulrich Krebs lediglich. Mehr wisse er auch nicht. Das Amt habe ihn lediglich am Mittag informiert, dass die Sitzung nicht stattfinden wird.

Kommunalaufsicht sieht Fehler

„Die Kommunalaufsicht hat heute nach Hinweisen festgestellt, dass es Mängel bei der Einberufung der Sitzung des Amtsausschusses gab“, teilte die Kreisverwaltung in Neuruppin lediglich auf Nachfrage mit. Von der Beschlussfassung sei deshalb abgeraten worden.

Nach MAZ-Informationen hat es zuvor Streit um die Einladung zur Sitzung gegeben. Die war von Märkisch Lindens Bürgermeister Detlef Scholz unterschrieben worden, dem Stellvertreter von Voigt im Amtsausschuss. Laut Kommunalverfassung lädt jedoch der Vorsitzende selbst ein. Scholz soll das übernommen haben, weil Voigt verhindert war. Dass Thomas Voigt die Kommunalaufsicht daraufhin selbst eingeschaltet haben soll, bestätigte diese gestern nicht.

Sechs Mitglieder wollen, dass Voigt geht

Detlef Scholz reagierte auf die überraschende Absage des Amtsausschusses mit großem Ärger: „Das ist der Höhepunkt in dem ganzen Streit. Ich bin so sauer ...“

Scholz gehört zu den Unterzeichnern des Antrages zur Abwahl von Voigt. Sechs der zehn Mitglieder im Amtsausschuss werfen Thomas Voigt nach dem monatelangen Streit um die Zukunft der früheren Amtsdirektorin Susanne Dorn vor, sein Amt zu missbrauchen, sich nicht an Absprachen zu halten und „seine Standpunkte ohne Rücksicht auf die der anderen durchzusetzen“.

Sein Handeln sei „getragen von Ignoranz gegenüber jeglicher Abstimmung“. Kritik an seiner Leitung werde ignoriert, Gespräche zur Klärung des gestörten Vertrauens kämen nicht zustanden. „Mit diesem Vorsitzenden kann es in Zukunft keine Zusammenarbeit geben“, so das Fazit der sechs Antragsteller.

Das Amt Temnitz ist weiter ohne Führung

Thomas Voigt selbst war dazu nicht zu sprechen. Allerdings hatte es im März schon einmal einen Antrag zu seiner Abwahl im Amtsausschuss gegeben; der wurde damals knapp abgelehnt. Der erneute Antrag stammt von Anfang August.

Mehrere Abgeordnete werfen Thomas Voigt vor, durch sein Verhalten im Streit um Susanne Dorn das Amt Temnitz gespalten zu haben. Nach wie vor ist offen, wer künftig die Amtsverwaltung in Walsleben führen wird. Seit Mai hat Kerstin Dames als stellvertretende Amtsdirektorin kommissarisch die Leitung. Vor vier Wochen hatte der Amtsausschuss sich alle acht Bewerber angehört. Gestern Abend sollte eigentlich auch beraten werden wo es mit der Wahl einer neuen Amtsdirektorin oder eines neuen Amtsdirektors weitergeht. Auch das war nicht möglich.

Von Reyk Grunow

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