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Amt Temnitz Kreis prüft Bau eines Geh- und Radweges
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Kreis prüft Bau eines Geh- und Radweges
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15:13 06.12.2018
Achtung, Fußgänger: Vor Walsleben gilt ein Tempolimit – zumindest zu den Zeiten, in denen die Disco öffnet. Quelle: Peter Geisler
Walsleben

Rund 100 Jugendliche sind an jenem Septembertag vor zwei Jahren auf dem Weg zur Walslebener Disko Nightstar unterwegs. Sie gehen auf der Landstraße, weil es keinen Gehweg gibt. Doch eine Schülerin kommt in der Disko nicht an. Sie wird Opfer eines tragischen Unfalls.

Möglicherweise wäre dieser Unfall nie geschehen, wenn es entlang der Kreisstraße zwischen Walsleben und Darritz einen Gehweg geben würde. Der Landkreis schließt den Bau eines kombinierten Rad- und Gehweges nicht aus. Derzeit werde geprüft, das wachsende Gewerbegebiet und Darritz mit einem mit kombinierten Geh- und Radweg an Walsleben anzubinden, teilte Pressesprecherin Eylin Roß mit. „Davon würden auch die Diskotheken-Besucher profitieren.“

Erstes Gespräch im Januar

Anfang Januar wollen Landkreis und Amtsdirektor Thomas Kresse ein erstes Gespräch führen. Prinzipiell wäre der Bau eines Geh- und Radweges in den kommenden fünf Jahren möglich, heißt es vom Landkreis. Zuvor müssen jedoch grundlegende Fragen geklärt werden. So ist völlig offen, ob der für den Bau notwendige Grunderwerb überhaupt möglich ist. Fraglich ist auch, wie schnell der Kreis das Projekt in seine Haushaltsplanungen aufnehmen kann.

Karsten Probst vom Nightstar bedauert den Unfall zutiefst. „Ein Gehweg wäre natürlich sehr wünschenswert“, sagt er – Diskobesucher, die mit dem Zug nach Walsleben kommen, wären dann nicht gezwungen, in der Nacht die Landstraße entlang zu gehen. Allerdings hat Probst auch Zweifel, ob tatsächlich alle Fußgänger den Gehweg benutzen würden. Er schlägt deshalb vor, Straßenlampen aufzustellen, die – ausschließlich bei Veranstaltungen – den Weg zwischen Bahnhof und Disko ausleuchten.

Große Gruppen auf der Landstraße

Walslebens Bürgermeister Burghard Gammelin kann sich noch gut an den Abend erinnern, an dem der Unfall geschah. Auch er bedauert zutiefst, dass eine junge Frau so schwer verletzt wurde, dass ihr ein Bein abgenommen werden musste. Gammeln hält den nächtlichen Weg über die Landstraße durchaus für ein Sicherheitsrisiko. Große Gruppen würden an den Veranstaltungswochenenden vom Bahnhof in Richtung Disko aufbrechen. „Die laufen teilweise auf der ganzen Breite der Straße.“

Allerdings wurde in Walsleben bislang kaum über die Notwendigkeit eines Fußgängerwegs gesprochen. Denn die Walslebener beschäftigen im Zusammenhang mit der Disko ganz andere Fragen. Wer etwa räumt den Müll weg, den Discobesucher an Straße und Bahnhof hinterlassen? Ärgerlich wird es für Anwohner des Bahnhofs meist in den frühen Morgenstunden – wenn Diskogänger dort die Stunden bis zum ersten Zug überbrücken. Sie hinterließen Müll und randalierten mitunter sogar, sagt Gammelin. „Den Müll auf dem Bahnhof beseitigen teilweise die Anwohner.“

Der Motorradfahrer, der den Unfall vor zwei Jahren beim Überholen verursacht hatte, war Ende Oktober zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Seit dem Unfall gilt auf dem Straßenabschnitt ein Tempolimit am Wochenende.

Von Frauke Herweg

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