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Amt Temnitz Neuer Amtsdirektor wird am 25. September gewählt
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16:24 13.09.2018
Die Bauamtsleiterin Jenny Buschow gratuliert Burghard Gammelin zur Wahl als neuer Chef des Amtsausschusses im Amt Temnitz. Quelle: Andreas Vogel
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Walsleben

Spätestens mit der Wahl eines neues Amtsdirektors am 25. September in der Feuerwache Walsleben soll im Amt Temnitz wieder mehr Ruhe einkehren. Das hat Burghard Gammelin, der Bürgermeister von Walsleben, am Mittwochabend beim Amtsausschuss in Walsleben versprochen.

Zuvor war der 61-Jährige zum neuen Chef des Amtsausschusses im Amt Temnitz gewählt worden. Gammelin ist damit Nachfolger von Thomas Voigt, der im vierten Anlauf bei sechs Ja- und vier Neinstimmen abgewählt wurde.

Ohne Rücksicht auf andere

Voigt, der aus Garz stammt, war vorgeworfen worden, sein Amt zu missbrauchen, sich nicht an Absprachen zu halten und „seine Standpunkte ohne Rücksicht auf die der anderen durchzusetzen“. Sein Handeln sei „getragen von Ignoranz gegenüber jeglicher Abstimmung“. Kritik an seiner Leitung werde ignoriert, Gespräche zur Klärung des gestörten Vertrauens kämen nicht zustande. „Mit diesem Vorsitzenden kann es in Zukunft keine Zusammenarbeit geben“, so das Fazit der sechs Antragsteller.

Thomas Voigt hatte am Mittwochabend die Sitzung im Gemeindezentrum Walsleben zwar eröffnet. Zur Überraschung der gut 50 Besucher verließ er sie aber schon nach wenigen Minuten und entschuldigte dies damit, dass in Fehrbellin „ein Aggregat ausgefallen“ sei, weshalb er zur Arbeit müsse. Voigt ist Wassermeister beim Zweckverband Fehrbellin/Temnitz.

Das Amt ist zerstritten

Zuvor dankte er den Mitarbeitern des Amtes sowie den anderen Ausschussmitgliedern für die „nicht immer einfache Zusammenarbeit“. Er sei eben „sehr kritisch“, so Voigt, und beteuerte, dabei stets das Wohl des Amtes und der Region im Blick gehabt zu haben. Auf die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ging Voigt nicht ein.

Sein Nachfolger Gammelin bezeichnete den Abgang von Voigt am Donnerstag als „peinlich“. „Ein gestandener Politiker hätte gesagt, dass er zurücktritt.“

Ein anonymer Anruf beim Kreis

Bei den mehr als 50 Zuschauern der Ausschusssitzung am Mittwochabend hielt sich die Zahl der Voigt-Unterstützer und seiner Kritiker ungefähr die Waage, was der Beifall bei seinem Abgang zeigte. Zugleich wurde damit erneut deutlich, wie zerstritten das Amt Temnitz ist. Es gebe keine sachlichen Gründe für die Abwahl von Voigt, sondern nur Befindlichkeiten, sagte etwa Charis Riemer in der Einwohnerfragestunde. Dem widersprach Burghard Gammelin. So soll Voigt die Planung für die Sitzung am 29. August, bei der er bereits abgewählt werden sollte, noch bestätigt haben, sei aber dann in den Urlaub gefahren. „Sieht so ein vertrauensvolles Miteinander aus?“, fragte des neue Ausschusschef.

Die Sitzung am 29. August war schließlich nur wenige Stunden zuvor gekippt worden, nachdem es zuvor einen anonymen Anruf bei der Kommunalaufsicht gegeben hatte.

Acht Bewerber gibt es

Wann der oder die neue Chefin in der Amtsverwaltung antreten wird, ist offen. Bekannt ist lediglich, dass sich fünf Männer und drei Frauen beworben haben. Sie werden sich am 25. September ab 19 Uhr in der Feuerwehrwache Walsleben vorstellen, anschließend wird gewählt. Erst danach wird klar sein, ab wann es wieder einen neuen Chef in der Amtsverwaltung geben wird. Im günstigsten Fall könnte der oder die Neue schon ab Oktober beginnen. Möglich ist aber ebenfalls, dass Jenny Buschow und Kathrin Pein noch bis Ende Dezember zusammen das Amt neben ihrer eigentlichen Arbeit leiten müssen. Das hat bisher die Kämmerin Kerstin Dames als amtierende Amtsdirektorin getan. Doch sie ist nun krank geworden.

Von Andreas Vogel

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