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Amt Temnitz Neuer Anlauf für Schutzwand an der Autobahn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Neuer Anlauf für Schutzwand an der Autobahn
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02:20 19.05.2018
Die Autobahn 24 im Bereich Walsleben. Quelle: Peter Geisler
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Walsleben

Die Anwohner an der Autobahn A 24 im Amt Temnitz können möglicherweise darauf hoffen, dass in absehbarer Zeit doch noch eine Lärmschutzwand gebaut wird. Bisher waren derartige stets Bemühungen gescheitert.

Nun könnte es einen neuen Anlauf geben. Die erste Voraussetzung dafür wäre, dass sich die Einwohner beim sogenannten Lärmschutzplan, den das Amt Temnitz gerade für die vier Gemeinden Dabergotz, Märkisch-Linden, Temnitzquell und Walsleben aufstellt, für den Bau so einer Schutzwand stark machen.

Das Thema Lärmschutz ist nicht neu

Dem Walslebener Bürgermeister Burghard Gammelin ist der Lärmschutzplan zwar neu, das Thema aber nicht. Hatte sich die Gemeinde doch schon an die Autobahndirektion mit der Bitte gewandt, dass Autofahrer im Bereich Walsleben wenigstens in den Abend- und Nachtstunden ihr Tempo reduzieren müssen.

Eine ähnliche Regel gibt es schließlich auch im Bereich Oberhavel. Doch der Wunsch von Walsleben wurde nicht erfüllt. Bürgermeister Gammelin glaubt auch zu wissen, woran das liegt. „In Deutschland wird der Schall nicht gemessen, sondern berechnet. Das ist das Problem.“

Bürgerbeteiligung nur einen Monat

Dies vermag Nadine Kolmetz, die in der Amtsverwaltung Temnitz gerade am Lärmaktionsplan arbeitet, nicht einzuschätzen. Kolmetz will, dass sich ab Ende der Woche die betroffenen Einwohner über die Internetseite des Amtes zu dem Aktionsplan äußern können. Schließlich ist die Zeit der Bürgerbeteiligung auf einen Monat beschränkt. So sieht es das Gesetz vor.

Auch Detlef Scholz, der Bürgermeister von Märkisch-Linden, ist skeptisch, dass durch den Lärmaktionsplan die Chancen für eine Lärmschutzwand an der Autobahn steigen. Schließlich seien bisher alle Versuche der Gemeinde abgewehrt worden, so Scholz.

Hoffnung auf eine Schutzwand gab es schon einmal

Stets sei auf den Bestandsschutz hingewiesen worden. Hoffnung hatte Märkisch-Linden, als es hieß, dass die Autobahn verbreitert werden soll. Dann sollte auch eine Schutzwand gebaut werden.

Aber das ist passé. Denn jetzt soll lediglich die Standspur so hergerichtet werden, dass sie bei Stau ganz normal genutzt werden kann. Dies sei keine Verbreiterung der Autobahn, wurde Scholz erklärt. Entsprechend sauer ist der Bürgermeister, der selbst dicht an der Autobahn und an Windkraftanlagen wohnt. „Die denken nur an sich und ihr Geld.“ Gleichwohl will sich Märkisch-Linden an dem Lärmaktionsplan beteiligen. Große Hoffnungen hat Scholz aber nicht. „Ehe der Plan erarbeitet ist, vergehen Jahre.“ Johannes Oblaski, der Bürgermeister der Gemeinde Temnitzquell, ist da etwas optimistischer. „Ich habe große Hoffnung auf die Schutzwand.“ Davon würde auch Netzeband und der dortige Theatersommer profitieren. Oblaski will sich deshalb für den Lärmaktionsplan einsetzen. „Das ist eine Chance für den Bau einer Lärmschutzwand.“

Von Andreas Vogel

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