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Amt Temnitz Steve Neumann tritt seinen Pfarrdienst an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Steve Neumann tritt seinen Pfarrdienst an
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00:21 20.03.2019
Zu seiner Amtseinführung in der Wildberger Kirche erhält Steve Neumann (l.) am Sonntag Bäume für den Pfarrgarten. Quelle: Cornelia Felsch
Wildberg

Seit Februar ist der ordinierte Gemeindepädagoge Steve Neumann bereits im Dienst, am Sonntag wurde er in einem Festgottesdienst in der Wildberger Kirche in sein Amt eingeführt.

50 Prozent Gemeindearbeit und 50 Prozent Konfirmandenarbeit beinhaltet seine neue Stelle im Amt Temnitz. „Das kann sich aber noch ändern“, sagt der 38-Jährige, der voller Optimismus in die Zukunft blickt. Gefühlt ist die 100-Prozentgrenze für ihn momentan schon überschritten, denn neben der Arbeit warten in seinem neuen zu Hause in Manker noch einige Umzugsrelikte darauf, beseitigt zu werden.

Gemeindepädagoge wird in Temnitz gebraucht

Steve Neumann tritt die Nachfolge von Pfarrerin Ann-Katrin Hamsch an. Zuvor hat er neun Jahre als Gemeindepädagoge in Prenzlau gearbeitet. „Ich habe im Sommer gesehen, wie katastrophal hier momentan die Personalsituation ist und da habe ich gedacht, hier wirst du gebraucht“, sagt er.

Des einen Freud’ ist des anderen Leid. „Wir hätten ihn gern bei uns behalten“, sagt die Prenzlauerin Petra Otto, die als Vertreterin des dortigen Gemeindekirchenrates zum Gottesdienst nach Wildberg kam. „Er ist sehr menschenfreundlich und geht mit offenem Herzen auf die Menschen zu“, sagt die Prenzlauerin. „Er ist sehr bemüht, die Kirche weiter zu tragen und das gelingt ihm mit allen Altersgruppen.“

Herzliches Willkommen für Pfarrer mit fünf Kindern

Der Superintendent des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin, Matthias Puppe begrüßte den neuen Mitarbeiter am Sonntag zu Beginn des Gottesdienstes: „Ein herzliches Willkommen Ihnen und Ihrer Familie. Aber wo sind die Kinder und Ihre Frau?“ Ein kräftiges „Hier!“ schallte aus der Kinderschar durch das Kirchenschiff – ein Beweis, dass die Familie bereits in der Gemeinde angekommen ist.

In seiner Predigt nimmt Steve Neumann Bezug auf das Nachtgespräch, das Jesus mit Nikodemus führt, auf das im Johannesevangelium eingegangen wird.

Nächtliche Gespräche haben es oft in sich, das weiß der Gemeindepädagoge aus eigener Erfahrung. In seiner Prenzlauer Gemeinde hat er viele Gespräche geführt. „Schon seit der Jugend frage ich mich, ob wir Christen offen genug sind für die Menschen. Ob wir uns genug Zeit nehmen für Gespräche im Alltag“, sagt Steve Neumann. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Nikodemus-Nächte in den verrücktesten Situationen entstehen.“

Gesprächspartner für die Gemeinde

Steve Neumann erzählt von zahlreichen Gesprächen, die er in Prenzlau mit Punks geführt hat. „Manchmal endeten sie erst nach 3 Uhr morgens. Einer dieser Punks hat schließlich eine Diakonenausbildung gemacht.“ Dass die Temnitzer mit ihrem neuen Pfarrer einen guten frischen Gesprächspartner haben werden, das zeichnet sich schon jetzt ab. „Bibelrunden sind gut, wer aber Lust hat, Kirche offen anzugehen, der ist bei mir an der richtigen Adresse“, verspricht er.

Allerdings benötigt Steve Neumann neben langen Nikodemus-Nächten auch Zeit für seine Amtshandlungen und die Familie, nebst einem großen Garten hinter dem Pfarrhaus in Manker. Die ersten Pflanzarbeiten stehen demnächst an, denn zu seiner Amtseinführung überreichte ihm der Temnitzer Gemeindekirchenrat zwei Bäume. Einer der 24 Apfelbäume, die während der Landesgartenschau in der Wittstocker Kirche stehen, wird später ebenfalls nach Manker umziehen. Es ist die Sorte „Peasgood Sondergleichen“.

Von Cornelia Felsch

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