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Amt Temnitz Neuer Mann an der Spitze des Amtes Temnitz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amt Temnitz Neuer Mann an der Spitze des Amtes Temnitz
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15:05 07.11.2018
Haben sich bereits eng abgesprochen: Amtsdirektor Thomas Kresse (l.) und der Vorsitzende des Amtsausschusses Burghard Gammelin. Quelle: Frauke Herweg
Walsleben

Sein Terminkalender? War gleich am zweiten Tag voll. Gespräche bis in den Dezember. Am vergangenen Donnerstag trat Thomas Kresse seinen neuen Job als Amtsdirektor des Amtes Temnitz an. Der 38-Jährige ging gleich in die Vollen. Absolvierte eine große Vorstellungsrunde.

Gleich am ersten Abend traf er sich mit den Ortswehrführen. Am Tag drauf bat er die Mitglieder des Amtsausschusses zu einem Gespräch. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Amtsausschusses Burghard Gammelin besuchte er zudem die beiden Schulen und die Kitas. In den kommenden Wochen will Kresse sich mit allen Ortsvorstehern treffen.

Neuanfang im Amt

Der Neuruppiner weiß, dass er kein leichtes Amt antritt. Um die Zukunft der früheren Amtsdirektorin Susanne Dorn war lange gestritten worden. „Wir drücken jetzt auf Reset“, sagt Kresse. „Wir wollen fair und offen zusammenarbeiten.“ Mit Gammelin hat er sich bereits eng abgesprochen. „Wir laufen im Gespann“, sagt Gammelin.

Zwölf Jahre lang hatte Kresse in der Neuruppiner Kreisverwaltung gearbeitet – lange Zeit in Führungspositionen. Zuletzt leitete der Sozialwissenschaftler den Personalbereich der Justizvollzugsanstalten Wulkow und Wriezen. Die Bewerbung in das Amt Temnitz war für Kresse auch ein Bekenntnis zur Region. „Ich fühle mich als Ostprignitz-Ruppiner.“

Rückkehr in die Heimat

Der neue Mann an der Spitze des Amtes Temnitz wurde in Kyritz geboren, ging in Neustadt zur Schule, spielte in Wusterhausen Fußball und lernte seine Frau in Fehrbellin kennen. Nach Stationen in Berlin und Nordrheinwestfalen zog es Kresse zurück in die Heimat. „Ich bin ein Rückkehrer“, sagt er. „Ich bin niemand, der noch mal weg will.“

Noch wohnt Kresse mit seiner Familie in Neuruppin. Doch er würde gerne ins Amt Temnitz ziehen. „Wir leben das als Familie“, sagt er. Seiner dreijährigen Tochter will er am Wochenende die Kaninchen der Wildberger Kleintierschau zeigen.

Betreuungsangebote für Familien

Gut 5300 Einwohner waren zuletzt im Amt Temnitz registriert. Als Familienvater weiß Kresse, wie wichtig gute Bildungs- und Betreuungsangebote sind. Beide Schule sollen bleiben, die Wildberger Kita endlich einen Anbau und Kränzlin eine neue Kita bekommen. Bei beiden Großprojekten muss das Amt einen langen Atem bei den aufwändigen Ausschreibungsverfahren beweisen.

Doch werden nicht nur Betreuungsangebote gebraucht, um junge Familien zu halten. In den vergangenen Jahren waren in den Gemeinden des Amtes Temnitz auch immer wieder Bauflächen ausgewiesen worden. „Prognostisch ist alles richtig gemacht worden“, sagt Kresse.

Gammelin ist zudem froh, dass es im Amt eine niedergelassene Ärztin, Stationen des Prignitz-Expresses und verschiedene Pflegedienste gibt. „Es ist alles da“, sagt er.

Rausgehen und reden

Seinen neuen Job – das Mitgestalten von guten Lebensbedingungen auf dem Land – versteht Kresse nicht nur als Aktenstudium. Er will rausgehen und mit den Leuten reden. „Das ist etwas, was ich auch wirklich gerne mache.“

Nach dem Weggang von Susanne Dorn war das Amt mehr als sechs Monate kommissarisch geführt worden. Eine riesige Zusatzbelastung für die Mitarbeiterinnen, die sich die kommissarische Leitung teilten. „Die Verwaltung hat hier einen tollen Job gemacht“, sagt Kresse. Mit ihm soll das Amt jetzt in ruhigere Fahrwasser kommen.

30 Mitarbeiter sind in der Walslebener Verwaltung und dem Bauhof beschäftigt. Weitere 30 arbeiten in zu der Verwaltung zugehörigen Bereichen wie den Kitas. Daran soll sich nichts ändern. „Jeder ist auf der Stelle, die zu ihm passt“, sagt Gammelin.

Von Frauke Herweg

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