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Amtsausscheid: 17 Teams im Wettbewerb

Rägelin Amtsausscheid: 17 Teams im Wettbewerb

Kein Feuerwehrausscheid ohne die klassische Mannschaftsdisziplin „Löschangriff Nass“. Aber es geht auch anders. Beim Amtsausscheid der Freiwilligen Feuerwehr Amt Temnitz traten 17 Mannschaften erstmals zu einem Spaßwettbewerb an. Auch die Jugendfeuerwehren und die Verwaltung hatten Mannschaften ins Rennen geschickt.

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Wasser marsch! Die Verwaltungsmannschaft meistert die „Löschboot“-Station.

Quelle: Frauke Herweg

Rägelin. Kreuzknoten. Mastwurf. Schotenstich. Der Mannschaft der Jugendfeuerwehr Temnitztal Nord ist die Verunsicherung deutlich anzusehen. Wie macht man diese Knoten bloß? „Schlaufe, von unten durchziehen“, assistiert Jugendwart Stephan Staacks dem Team. Dann geht alles ganz schnell. Alina verknüpft die Seile. Der Rest ihrer Mannschaft fädelt Stiefel, Handschuhe und Einsatzjacke auf die Seile. Am Ende können die Kinder und Jugendlichen aus Wildberg und Kerzlin mit einem ganz ordentlichen Ergebnis zu nächsten Station weiterziehen.

17 Mannschaften trafen sich am Sonnabend zum Amtsausscheid der Freiwilligen Feuerwehr Amt Temnitz. Alle Ortsfeuerwehreinheiten hatten Teams geschickt. Aber auch die Jugendfeuerwehren und die Verwaltung machten mit. Anders als bei den üblichen Feuerwehrausscheiden setzten die Wettbewerbsmacher nicht auf die klassische Mannschaftsdisziplin „Löschangriff Nass“, sondern auf Spaß und Geschicklichkeit. An acht Stationen quer durch Rägelin mussten die Teams Zusammenhalt erproben. „Unsere Tour de Rägelin soll zeigen, dass Feuerwehr Spaß macht“, sagte der Führer des Löschzuges Nord Silvio Ramin, der sich die Tour gemeinsam mit anderen Feuerwehrleuten ausgedachte hatte. Werbung für die Feuerwehr mit viel Spaß für Teilnehmer und Zuschauer.

Wer kann mit dem Stiefel einen Feuerlöscher umwerfen

Wer kann mit dem Stiefel einen Feuerlöscher umwerfen? Yanick versucht für die Jugendfeuerwehr Temnitztal Nord möglichst viele Punkte zu holen.

Quelle: Frauke Herweg

Im vergangenen Jahr waren die Jugendfeuerwehren aus dem Amt Temnitz von Kunsterspring aus zu einem ähnlichen Spaßwettbewerb gestartet. In diesem Jahr balancierten erstmals auch erfahrene Einsatzkräfte über ausgerollte Schläuche. Insgesamt gut hundert Teilnehmer hatten sich angemeldet. „Wir hatten mit weniger Leuten gerechnet und freuen uns, dass es jetzt so viele sind“, sagte Ramin.

Amtsdirektorin Susanne Dorn hatte in ihrer Verwaltung nicht lange fragen müssen, bis auch das Rathaus eine sechsköpfige Mannschaft aufstellen konnte. An der vorletzten Station, bei der Schläuche schnell zusammengekoppelt und ein Ball mit einem Wasserstrahl durch ein Ziel geschossen werden musste, konnte das Team in den knallroten „Hilfe für Helfer“-T-Shirt einen Riesenerfolg einfahren. Die Mannschaften meisterte die Strecke in 48 Sekunden. „Besser als manche gestandene Einsatzmannschaft“, hieß es von der Stationsleitung.

Erst musste der Schlauch möglichst kerzengerade ausgerollt werden, dann hatten die Teilnehmer darüber zu balancieren

Erst musste der Schlauch möglichst kerzengerade ausgerollt werden, dann hatten die Teilnehmer darüber zu balancieren.

Quelle: Frauke Herweg

Besondere Herausforderung: die „Löschboot“-Station auf einem Teich am Rande Rägelins. Die Mannschaften mussten in einem Boot quer über das Gewässer rudern, Wasser aus dem Teich pumpen und mit einem Wasserstrahl eine Flasche abschießen. Zwei Stunden nach Wettbewerbsbeginn liegt die Kränzliner Mannschaft am Teich fast unerreichbar vorn. Ähnlich schnell ist nur das Team aus Katerbow-Netzeband.

227 aktive Einsatzkräfte engagieren sich derzeit in der Freiwilligen Feuerwehr Amt Temnitz. Die Mitglieder in den Ortsfeuerwehreinheiten sind „vergleichsweise jung“, so Dorn, die hofft, dass in den kommenden Jahren möglichst viele junge Leute aus den Jugendwehren in zu den Einsatzkräften überwechseln. Personelle Schwierigkeiten gibt es derzeit nur in Storbeck. Im September soll sich nach Ablauf eines Probejahres entscheiden, ob die Wehr weiter bestehen wird. Im Herbst vergangenen Jahres war die Wehr, die auf vier einsatzbereite Mitglieder zusammengeschrumpft war, akut von der Schließung bedroht gewesen. Nach einem Krisengespräch mit Dorn und Amtswehrführer Sebastian Giesert hatte man sich auf ein Probejahr geeinigt, in dem die Feuerwehrleute notwendige Ausbildungsstunden absolvieren sollten. Zuletzt waren alle Schulungen wahrgenehmen worden.

Von Frauke Herweg

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