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Ostprignitz-Ruppin Amtsfeuerwehr noch halbwegs gut besetzt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Amtsfeuerwehr noch halbwegs gut besetzt
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00:18 15.07.2017
Am Dienstag übergaben Vertreter von Verwaltung und Amtsausschuss einen neuen Kommandowagen für den Amtswehrführer. Quelle: Alexander Beckmann
Neustadt

Das Amt Neustadt hat im vergangenen Jahr beim Brandschutz nicht gekleckert, sondern geklotzt. Die eingesetzten mehr als 1,4 Millionen Euro wurden zu einem großen Teil verbaut. Allein die grundlegende Sanierung des Neustädter Feuerwehrgebäudes verschlang etwa eine Million Euro – und brachte den Dosse­städtern einen Spitzenplatz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Auch Dreetz kam dank eines neuen Einsatzfahrzeuges und des mit großem Engagement der Feuerwehrmitglieder modernisierten Gerätehauses einen großen Schritt voran. Amtsdirektor Dieter Fuchs verwies kürzlich beim Jahresempfang mit Stolz darauf. Nur mit dem Internetanschluss für alle Ortswehren hat es bisher noch nicht geklappt. Das soll 2018 abgeschlossen sein.

Besetzung über dem Minimum

Die Neustädter sind jedenfalls weiter als die „Freiwilligen“ in mancher Nachbarkommune. In einem Punkt sind sie sogar unerreicht. Mit 164 aktiven Mitgliedern verfügt der Amtsbereich über zwölf mehr als die Sollstärke es verlangt.

Landesweit sieht das meist anders aus. Auch das Amt Neustadt blieb vom Mitgliederschwund nicht verschont. Von einst 13 eigenständigen Ortswehren bestehen noch sechs. Sieversdorf und Roddahn verschmolzen beispielsweise mit der Stützpunktwehr Neustadt. Die Einheiten von Zernitz und Lohm schlossen sich zusammen. Weitere Ortswehren gibt es noch in Dreetz, Giesenhorst, Stüdenitz und Breddin.

Den Partnern sei Dank

Alles in allem scheint es aber besser zu laufen, als anderswo. Amtswehrführer Heino Arndt nennt gute Partner als einen Garanten für den Erfolg. „In Roddahn stand die Einheit kurz vor der Auflösung. Der Abwärtstrend zog sich über zwei Jahre hin. Wir haben von immer wieder darauf hingewiesen, dass ein Aus im Dorf nur von Nachteil sein würde“, berichtet Arndt. „Dann ergriff Ortsvorsteher Jan Malo die Initiative. Ihm ist es wesentlich zu verdanken, dass sich innerhalb weniger Wochen ein Dutzend Leute fanden, die weitermachen wollten, Malo vorneweg.“ Derzeit laufe die Qualifizierung. Es gehe langsam aber stetig voran.

Wie ein Sechser im Lotto ist für die Feuerwehr auch die Neustädter Firma Hüffermann. Das Unternehmen stellt seine in der Wehr tätigen Mitarbeiter in Ernstfällen ohne Wenn und Aber frei. Beschäftigte, die aus Neuruppin, Kyritz und Dreetz an die Dosse kommen, sichern die Tagesbereitschaft mit ab. „Wir haben die Hüffermänner schon als ‚Partner der Feuerwehr’ auszeichnen können“, so Arndt.

Amt Neustadt investiert weiter

Der Mittfünfziger, der seit fast drei Jahrzehnten an der Spitze der Neustädter Wehr steht, freut sich über das Engagement von vier Jugendgruppen und darüber, dass die Nachwuchsgewinnung von der Amtsverwaltung verstärkt gefördert wird. Das hat Amtsdirektor Dieter Fuchs beim Jahresempfang öffentlich zugesagt. Es gibt auch mehr Geld für die Kameradschaftspflege vom Amt. Es will künftig Ausbildungsabschlüsse umfangreicher honorieren und auch die Teilnahme an Wettkämpfen belohnen.

Und erst am Dienstag übergaben Vertreter der Verwaltung und des Amtsausschusses einen nagelneuen Kommandowagen als Dienstfahrzeug. „Das ist das Arbeitsgerät des Amtswehrführers“, freute sich Heino Arndt. Das Vorgängerauto war immerhin schon 18 Jahre alt.

Einmal mehr hat das Amt in die Feuerwehr investiert. Irgendwie scheint sich das zu lohnen.

Von Wolfgang Hörmann

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