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Ostprignitz-Ruppin „An der Pauline“: 90 neue Wohnungen
Lokales Ostprignitz-Ruppin „An der Pauline“: 90 neue Wohnungen
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02:26 16.04.2018
Zur Grundsteinlegung mauerte WBG-Chef Frank Borchert eine Röhre mit Zeitdokumenten in eine Kellerwand. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Früher hat Kurt Seidel Loks in den Paulinenauer Bahnhof gefahren. Künftig wird der ehemalige Lokführer auf dem alten Bahngelände wohnen. Gemeinsam mit seiner Frau Edda gehört Seidel zu den ersten Mietern des Gemeinschaftwohnprojektes „An der Pauline“, das die Neuruppiner Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) derzeit dort errichtet. „Wir werden genau da wohnen genau da, wo die Schienen früher einmal waren“, sagt Seidel.

Bis zu 90 neue Wohnungen will die WBG in den kommenden fünf Jahren auf dem Areal unweit der Fehrbelliner Straße bauen. Am Mittwoch feierte die WBG die Grundsteinlegung des ersten Gebäudes. WBG-Chef Frank Borchert versteht das erste Neubauprojekt der Genossenschaft nach der Wende als sozial-ökologisches Projekt. Alt und Jung sollen dort zusammen wohnen. Zugleich lässt die WBG möglichst nachhaltig bauen.

Auch eine Kita ist geplant

Neben den eigentlichen Wohnungen sind ein Senioren-Wohnhaus mit angeschlossener Kita und ein Genossenschaftshaus geplant. Im denkmalgeschützten früheren Bahnhof soll eine Gastronomie entstehen. Mit verschiedenen Interessenten war die WBG bereits im Gespräch. „Wir haben inzwischen einen Favoriten“, sagt Borchert. Sollte er tatsächlich den Zuschlag bekommen, können die Gäste des Bahnhofs künftig auch unter zahlreichen vegetarischen Gerichten auswählen. 2019, so kündigte Borchert an, soll dem Umbau des Bahnhof in eine Gaststätte beginnen.

Die Seidels würden sich selbst als „nicht so grasgrün“ beschreiben. Dennoch gefiel ihnen der Nachbarschaftsgedanke des Projektes. Auch ihre behinderte Tochter kann einmal in „An der Pauline“ wohnen. Das war ihnen wichtig. Beide können sich vorstellen, sich bei einem der geplanten Gemeinschaftsprojekte zu beteiligen – in der Gemeinschaftsküche etwa, in der sich Nachbarn zum Kochen treffen, oder in der Fahrradwerkstatt, in der „An der Pauline“-Bewohner einander helfen.

Hühnerhaus und Gewächshaus

In den vergangenen Monaten waren die Seidels regelmäßig zu Treffen gegangen, bei denen die künftigen Nachbarn ihre Ideen für das Projekt einbringen konnten. „In der Advents- oder Osterzeit kann auch mal etwas zusammen machen“, sagt Edda Seidel. Hühnerhaus, Backofen oder Gewächshaus – an ganz unterschiedlichen Orten werden die neuen Mieter einander begegnen können.

Bislang wohnen die Seidels in einem eigenen Haus. Doch die Pflege des großen Grundstücks ist ihnen zu viel geworden. Der Umzug in eine kleinere Wohnung soll ihren Alltag leichter machen. Zwar blicken sie dem Abschied von ihrem alten Zuhause durchaus mit gemischten Gefühlen entgegen. Grundsätzlich freuen sie sich jedoch auf den Umzug. „Die Ecke gefiel uns.“

Junge Familien gesucht

Die WBG wünscht sich in ihrem neuen Projekt auch viele junge Familien. Im Zusammenleben von Alt und Jung könnten Probleme einer alternden Gesellschaft aufgefangen werden, sagte WBG-Chef Frank Borchert. „Wir können keine allumfassende Lösung bieten, aber wir wollen Mut machen und neue Wege gehen.“

Auch beim Bauen will die WBG andere Wege gehen. So sollen nur Baustoffe verwendet werden, die immer wieder verwendet werden können. „Wir wollen geschlossene Prozesse wie man sie auch in der Natur findet“, sagt Borchert. „Dort gibt es keinen Müll.“

Von Frauke Herweg

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