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Andrang in der Kita Prinzenstraße

Kyritz Andrang in der Kita Prinzenstraße

Rund sechs Wochen vor der geplanten Inbetriebnahme lud die Kyritzer Stadtverwaltung die Einwohner zur Besichtigung der neuen Kindertagesstätte in der Prinzenstraße ein. Fachleute informierten über den Bau. Sie hatten angesichts des großen öffentlichen Interesses alle Hände voll zu tun.

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Architekt Timm Kleyer und Mitarbeiter der Stadtverwaltung führten die Besucher durch die fast fertige Einrichtung.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Der Ansturm brachte die Veranstalter fast an ihre Grenzen: Deutlich über 100 Kyritzer folgten am Sonnabend der Einladung zur Besichtigung der fast fertiggestellten neuen Kita in der Prinzenstraße. Vor dem Eingang sammelte sich zeit weise eine richtige Menschenmenge. In Gruppen ging es schließlich durch die Räume und Außenanlagen. Fachleute der Stadtverwaltung übernahmen die Führung und Erklärung. Auch Architekt Timm Kleyer stellte sich dem überaus neugierigen Publikum.

Die Veränderungen, die die Sanierung des historischen Fachwerkhauses und der angrenzende Erweiterungsbau seit der Grundsteinlegung im Mai 2015 mit sich gebracht haben, stießen vielfach auf hörbare Zustimmung. Bestaunt wurde das Innere des einst maroden Altbaus ebenso wie die Großzügigkeit des Neubaus oder der künftige Kita-Garten.

„Da haben Sie aber schön viel geschafft in der Zeit“, bemerkte eine Besucherin. Architekt Timm Kleyer gab das Lob weiter: „Wir hatten das Glück, dass wir hier Kyritzer Handwerker hatten. Die haben sich richtig angestrengt.“

Gruppenräume mit riesigen Fenstern

Kleyer wusste mit einer Menge Details zum Bau aufzuwarten: wie man das einstige Wohnhaus für die Kita-Nutzung umgestaltete, den Aufzug einpasste, die Geschosshöhen anglich. „Was wir sehr schön finden, ist, dass es sehr unterschiedliche Raumatmosphären gibt.“ Die neue Kita hält sowohl weitläufige, hohe Gruppenräume mit riesigen Fenstern als auch kleine intime Zimmer bereit. „Ich könnte mir vorstellen, dass die Kinder das mögen.“

Die ehemalige Toreinfahrt wurde zum Abstellraum umfunktioniert, geheizt wird per Erdwärmepumpe, Solarzellen auf dem Dach erzeugen einen Teil des dazu notwendigen Strom. Durchgehend wurden Fußbodenheizungen installiert. Ein Teil der Sanitäranlagen ist vom Garten aus zugänglich. Alles wurde möglichst barrierefrei gestaltet. Zugleich versuchte man, so viel wie möglich von der alten Bausubstanz zu bewahren: Türen und Treppenhaus im Altbau sind historisch.

Anfang September soll es losgehen

Anfang September soll die Kita unter Federführung der evangelischen Stephanus Bildung Gesellschaft ihren Betrieb mit bis zu 75 Kindern aufnehmen. „Es gib noch einiges zu tun, aber wir denken, es ist möglich“, sagte Timm Kleyer.

Der Standort der Kita und der per Wettbewerb ausgewählte Entwurf des Architekturbüros Kleyer-Koblitz-Letzel-Freivogel aus Berlin hatte vor zwei Jahren noch für einige Diskussionen in der Stadt und der Lokalpolitik gesorgt. Mehrfach gab es Änderungen. Inzwischen meint Timm Kleyer trotzdem: „Das war eines der angenehmsten Bauvorhaben, die wir je hatten.“

Von Alexander Beckmann

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