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Ostprignitz-Ruppin Angelika Milster in Fehrbellin umjubelt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Angelika Milster in Fehrbellin umjubelt
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00:29 10.12.2015
Diva mit überwältigender Stimmgewalt: Angelika Milster.
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Fehrbellin

Der Altarraum ist am zweiten Adventssonntag in weihnachtlich warmes Rot getaucht, die Tanne leuchtet im Kerzenglanz, ein gelber Lichtkreis hüllt die Bühne ein. Eine würdige Kulisse für die Sängerin, die das Ganze erst zum Strahlen bringt: eine kleine Frau, die in ihrem schwarzen bodenlangen Mantel mit der Grandezza einer großen Diva durch den Mittelgang zum Mikro geht und freundlich „Guten Abend“ wünscht. „Ich hätte ja lieber ein Abendkleid angezogen“, sagt Angelika Milster. Auch die Zuschauer sitzen warm verpackt, teils in Decken gehüllt auf den Bänken der Fehrbelliner Kirche – wohl wissend, dass das, was kommt, die Herzen gut erwärmen wird. Angelika Milster war schon zweimal in Fehrbellin, immer war die Kirche voll. Der Gewinn wurde in die Orgel investiert, so auch in diesem Jahr, versichert Marlies Obarowski vom Gemeindekirchenrat.

Die Kirche war zum Konzert in ein stimmungsvolles Licht getaucht. Quelle: Regine Buddeke

„Von ganzem Herzen“, heißt das Programm. Schon von der ersten Note an beweist die 63-Jährige ihr stimmliches Potenzial, das ihr vor vielen Jahren in der Rolle der Grizabella aus dem Musical „Cats“ zum Durchbruch verhalf. Das berühmte „Memorys“ darf denn auch im Programm nicht fehlen – der erste Teil des Weihnachtsprogramms ist indes thematisch dem nahenden Fest gewidmet. „Du heilige Nacht“, „Ave Maria“, „Kyrie Eleison“, „Agnus Dei“ oder das wunderbare „O kommet, ihr Gläubigen“ – bei Angelika Milster klingt das weder nach Psalm noch Kantate, viel eher nach Oper, Chanson, großem Kino. Ein wenig Schmelz, ein bisschen Tremolo, große Gesten: Da steht eine große Schauspielerin auf der Bühne, jede Geste, jeder Lidschlag unterstreicht die Musik. Da ist eine, die hat ihr Handwerk gelernt. Das spürt man in jeder Note. Auch das Vaterunser geht ganz anders unter die Haut, wenn es statt gemurmelt kraftvoll gesungen wird. Die Zuschauer sind ergriffen.

Zwischen den Titeln plaudert die Diva entspannt mit dem Publikum. „Für mich ist Weihnachten das schönste aller Feste“, sagt Angelika Milster. „Ich habe schon 15 Bambis, weil ich immer vergesse, was in meinen Kisten bereits alles drin ist.“

Die Zuhörer waren begeistert von der Diva. Quelle: Regine Buddeke

Dann und wann bedient sie sich fremder Melodien: Aus Cat Stevens’ „Morning has broken“ wird dann „Kannst du noch glauben?“. Ihr musikalischer Begleiter am Flügel ist seit mehr als 15 Jahren schon Jürgen Grimm – sein Spiel ist perfekter Rahmen für die weihnachtlichen Klänge und die großen Balladen. Die kommen nach der Glühwein-Pause dran, wenn das Programm etwas weltlicher wird. „Ich hab geträumt, von einer besseren Welt“, singt Milster. „Walking durch den weißen Winterwald“, deutscht sie den Bing-Crosby-Ohrwurm ein.

„In meinem früheren Leben wollte ich ja Tenor werden“, scherzt die Sängerin. „Es gibt die drei Tenöre, die fünf, die großen, die dicken, die dummen Tenöre.“ Milster lässt das berühmte „Nessun dorma“ aus Puccinis Oper „Turandot“ folgen – ein Genuss, den die Zuschauer einmal mehr mit Jubel feiern. Mit „Ein Land ist mein“ der israelischstämmigen Sängerin Rika Zarai wünscht sich Angelika Milster ein befriedetes Israel. Nach dem gesungenen Traum von weißer Weihnacht klatscht das Publikum für eine Zugabe.

Von Regine Buddeke

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