Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Angesagte Tasche für die Landtagspräsidentin

Kyritz Angesagte Tasche für die Landtagspräsidentin

Einer großen Beliebtheit freuen sich weit über die Region hinaus die so genannten „Ruppi-Bags“, die in den Kyritzer Stephanus-Werkstätten gefertigt werden. Eine von diesen Taschen erhielt nun Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD). Die Tasche ist aus einem ganz besonderen Material.

Voriger Artikel
Petitionsausschuss will Kreisel sehen
Nächster Artikel
Große Resonanz auf Literatur-Wettbewerb

Beschäftigte der Kyritzer Werkstätten mit Landtagspräsidentin Britta Stark (4.v.l.).

Quelle: Privat

Kyritz. In den Stephanus-Werkstätten werden aus ausgedienten Lkw- und Werbeplanen moderne Trage- oder Umhängetaschen gefertigt. Die sogenannten „Ruppi-Bags“ erfreuen sich weit über die Region hinaus einer großen Beliebtheit. Beschäftigte der Kyritzer Werkstätten besuchten dieser Tage den Landtag in Potsdam. Dort trafen sie am 6. Juli Landtagspräsidentin Britta Stark (SPD) und übergaben ihr eine Tasche, die aus Werbeplanen des Bürgerfestes „25 Jahre Land Brandenburg“ genäht wurde, teilten die Stephanus-Werkstätten mit.

Britta Stark begrüßte die Kyritzer Gäste in der Lobby des Landtages und ließ sich von ihnen die Herstellung einer „Ruppi-Bag“ erläutern. Erfreut über ihre neue Tasche sagte sie: „Für die nächsten Akten werde ich die Tasche nehmen und an Sie denken.“ Ein Höhepunkt für die Gruppe aus Kyritz und nur wenigen Besuchern vorbehalten, war ein gemeinsames Foto mit der Landtagspräsidentin in ihrem Büro. Dort zeigte Britta Stark den Gästen ihren Arbeitsplatz und erzählte, wie ihr Arbeitstag aussieht.

Blick durch einen Glasfußboden in früheren Stadtschlosskeller

Nach dem offiziellen Empfang kamen die Beschäftigten und Mitarbeiter der Kyritzer Stephanus-Werkstätten in den Genuss einer besonderen Führung durch den Landtag. Dabei sahen sie durch einen Glasfußboden einen Teil des historischen Kellergewölbes des früheren Stadtschlosses, genossen den Blick über die Dächer der Landeshauptstadt von der Landtagsterrasse aus und lernten den Plenarsaal kennen.

Dort konnten die Kyritzer auf den Stühlen der Abgeordneten Platz nehmen, während ihnen die Arbeit, die Aufteilung und das politische Verfahren im Landtag erläutert wurde. Betriebsstättenleiter der Werkstatt Kyritz, Bodo Schröter, war davon sehr angetan: „Wir werden auch mit anderen Gruppen unserer Werkstattbeschäftigten den Landtag besuchen. Es ist wichtig, ihnen auch diesen Teil des gesellschaftlichen Lebens zugänglich zu machen.“

Das Sortiment hat sich im Laufe der Zeit beständig erweitert

Seit dem Jahr 2008 fertigen die Behinderten solche Taschen. Das Sortiment hat sich im Laufe der Zeit beständig erweitert, so dass es inzwischen zwölf Modelle für fast jede Altersgruppe gibt. Die Produktion der „Ruppi-Bags“ hat trotz ständig weiterentwickelter Abläufe nach wie vor den Charakter einer Manufaktur. So können am Tag rund 20 Taschen hergestellt werden. Die Anfertigung einer Tasche besteht aus zehn bis zwölf Arbeitsschritten. Sie sind so aufgeteilt, dass bis zu acht beschäftigte Menschen mit unterschiedlicher Behinderung daran mitwirken.

Die Stephanus-Werkstätten Ostprignitz-Ruppin sind in den Arbeitsbereichen Industrielle Montage und Verpackung, in der Holz- und Metallbearbeitung, im Elektrobereich, in der Leiterplattenbestückung, der Papierkonfektion, der Näherei, der Grünanlagenpflege und der Hauswirtschaft tätig. Die Betriebsstätte Kyritz bietet 204 Werkstattplätze im Berufsbildungs- und Arbeitsbereich sowie 19 Plätze im Förder- und Beschäftigungsbereich an.

Von MAZonline

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg