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Ostprignitz-Ruppin Angst um die beliebte Karl-Liebknecht-Schule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Angst um die beliebte Karl-Liebknecht-Schule
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02:15 29.04.2017
Die Karl-Liebknecht-Schule in Neuruppin ist bei Eltern und Kindern sehr beliebt. Das Haus platzt inzwischen aus allen Nähten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Lehrer und Eltern der Neuruppiner Karl-Liebknecht-Grundschule machen sich massive Sorgen um die Zukunft ihrer Schule. Grund sind die Pläne der Stadtverwaltung, am Standort der Fontane-Oberschule eine weitere Grundschule zu gründen. Eigentlich soll diese neue Grundschule die völlig überlastete Karl-Liebknecht-Schule entlasten. Doch ausgerechnet das sehen Lehrer und Eltern als Gefahr.

In einem Schreiben wendet sich das Kollegium jetzt an die Stadtverordneten. Ausdrücklich lehnen die Lehrer nicht die neue Grundschule ab – aber die Einsparungen bei der Liebknecht-Grundschule. Etwa 20 Eltern und Lehrer kamen am Dienstag zur Beratung des Sozialausschusses der Stadt.

Schon vor Jahren war klar, dass der Platz nicht ausreicht

Dass die Karl-Liebknecht-Schule eigentlich überfüllt ist, scheint unstrittig. Als die Grundschule nach langer Sanierung 2009 wiedereröffnet wurde, waren dort eigentlich pro Jahrgang maximal drei Klassen eingeplant, sagte Sozialamtsleiter Maik Buschmann. Doch bei Eltern ist die Grundschule inzwischen derart beliebt, dass immer mehr ihre Kinder dort einschulen lassen wollen. Statt maximal 18 Klassen gibt es inzwischen 20, mit dem neuen Schuljahr werden es sogar 21.

Dass der Platz für Schule und Hort in dem Gebäude nicht ausreicht, hatte sich schon kurz nach der Sanierung gezeigt. 2010 mussten die ersten Hortgruppen in die unsanierte Kita an der Franz-Mehring-Straße ausweichen. Was eigentlich als Notquartier gedacht war, wurde zur Dauerlösung. Der Schulhort ist inzwischen fast komplett dorthin umgezogen und trotzdem wird es im Schulhaus eng. „Für das kommende Schuljahr suchen wir noch händeringend nach einem Raum für die vierte 1. Klasse“, sagt Schulleiterin Heidrun Hecht.

Eltern fordern mehr Klassen, als die Stadt es vorschlägt

Sozialdezernent Thomas Fengler hat als mögliche Entlastung die neue Grundschule ins Spiel gebracht. Im Haus der Fontaneschule wäre genug Platz. Dort könnten ab 2018 zwei 1. Klassen eingeschult werden – die anderen beiden weiter an der Liebknechtschule. Während die eine Schule über die Jahre wächst, würde die Liebknechtschule kleiner. In einigen Jahren soll der Hort wieder ins Schulhaus ziehen und das Provisorium an der Franz-Mehring-Straße müsste nicht mit Millionenaufwand saniert werden.

„Die Karl-Liebknecht-Schule ist die beliebteste und die beste Grundschule in Neuruppin“, warnte Maik Strecker, der Vorsitzende der Schulkonferenz im Sozialausschuss. Dass sie so beliebt ist, liege am beeindruckenden Konzept der Lehrer, aber auch an den reichen Ganztagsangeboten. Dieses Angebot könne mit nur noch halb so vielen Schülern keinesfalls aufrechterhalten werden. Die Schule müsste mindestens dreizügig bleiben, so Strecker. Sonst würde das mühsam aufgebaute Konzept zusammenbrechen.

Stadtverwaltung soll konkretere Zahlen vorlegen

Die Idee einer neuen Grundschule kam im Ausschuss einhellig an. Die Sorgen der Liebknechtschule sahen die Abgeordneten aber genauso. Anderthalb Stunden diskutierten sie am Dienstag. Am Ende bot Dezernent Fengler einen Kompromiss an: Auch mit der neuen Grundschule könnte die Liebknechtschule dreizügig bleiben.

Michael Gayck von der CDU hatte schon vorher mehr Zahlen von Fengler gefordert: Wie soll sich die neue Grundschule entwickeln? Was kostet das Ganze? Was wird aus dem maroden Hort in der Mehringstraße, der ja wenigstens noch für fünf Jahre benötigt wird? Fengler versprach, bis zum Hauptausschuss in zwei Wochen ein Grobkonzept zu liefern. Er sagte auch zu, dass die gröbsten Mängel im Haus an der Mehringstraße bis zum Herbst abgestellt werden; für 2018 stünden zudem 100 000 Euro für die maroden Fenster bereit. Mit dieser Zusage segnet der Ausschuss das Konzept aus dem Rathaus schließlich ab.

Von Reyk Grunow

Der Neuruppiner Sozialausschuss lehnt es ab, neue Straßen in der Stadt künftig vor allem nach Frauen zu benennen. Die SPD hatte das als Schritt zu mehr Gleichberechtigung vorgeschlagen – vergeblich. Mehrere männliche Abgeordnete fanden, Gleichberechtigung sei längst gegeben. Im Ausschuss sitzen acht Männer und eine Frau.

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