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„Anke’s Konsum“: eine beliebte Adresse im Ort

Kagar „Anke’s Konsum“: eine beliebte Adresse im Ort

Imbiss und Dorfladen, Restaurant und Essen auf Rädern sowie Partyservice: Anke Böckel deckt die komplette Palette ab. Ihr Markenzeichen ist frische Hausmannskost, für die Soljanka oder Bulette und Schnitzel – ob zum Mitnehmen oder vor Ort essen – fahren manche Kunden meilenweit. Für die Kagaraner ist es toll, noch einen Laden und einen Treffpunkt im Ort zu haben.

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Anke Böckel (l.) mit Sohn Basti und Küchenchefin Ina Kniesche.

Quelle: Regine Buddeke

Kagar. Die Soljanka ist einer der Renner in „Anke‘s Konsum“. Darum füllt Inhaberin Anke Böckel sie jetzt – genau wie die Königsberger Klopse und die Sülze – in Dosen ab. „Manche Kunden kommen extra her, um sich damit einzudecken“, freut sich die Kagaranerin. Darunter auch Stammgäste, die von Berlin zur Ostsee fahren und sich in Kagar mit Proviant eindecken. Wobei – um in den Dorfkonsum zu kommen, gibt es weit mehr Gründe als nur die Hausmacher-Konserven. Denn bei Anke Böckel kann man sich sowohl mit Lebensmitteln eindecken als auch sich bekochen lassen. Ob die schnelle Bulette oder ein komplettes Menü, bleibt jedem Gast selbst überlassen. Küchenchefin Ina Kniesche hat ein Händchen für Hausmannskost – die Gäste lieben die Buletten, Schnitzel oder Klopse. Das läuft so gut, dass auch noch für Nicht-Gäste mitgekocht wird.

Eine alte Traditionsadresse gerettet

Lebensmittelladen, Imbiss, Partyservice, Restaurant und Essen auf Rädern. Es gibt kaum einen Bereich in puncto Lebensmittel, den Anke Böckel sich nicht auf die Fahnen geschrieben hat. Angefangen hat alles damit, dass der alte Dorfkonsum irgendwann leer stand. Die damals noch junge Anke Böckel zögerte nicht lange und eröffnete 1993 neu. „Ich wollte mich privatisieren“, so die 45-Jährige. „Und den Konsum gab es ja schon zu Ostzeiten.“ Insofern war es ein Glücksgriff für die Kagaraner und auch die vielen Touristen, die seitdem für die Einkäufe im Ort bleiben können. Denn das Angebot ist breit gefächert.

Für Touristen und Einheimische gleichermaßen interessantes Sortiment

Für Touristen und Einheimische gleichermaßen interessantes Sortiment.

Quelle: Regine Buddeke

„Wir haben damals aber auch gleich ein bisschen in Richtung Gastronomie gesteuert“, verrät Böckel, die ursprünglich Wirtschaftskaufmann gelernt hat. Mit dem Imbiss fing es an und wurde immer umfangreicher. „Heute kann man bei mir vom Frühstück über Mittag bis zum Abendessen alles bekommen“, sagt sie nicht ohne Stolz. Das gilt für das Lebensmittelangebot des Konsums genau so wie für das Essen, das im Imbiss- und Restaurantbetrieb über den Tresen geht. „Von den Lebensmitteln allein kann ich nicht leben“, sagt die Unternehmerin. Immerhin hat Kagar gerade mal 180 Einwohner. Und die Touristen sind hauptsächlich im Sommer im Ort – da seien dann Zwölf-Stunden-Tage für sie die Regel. Statt also im Winter zu schließen wie einige Gastronomen, setzt Anke Böckel in der kalten Jahreszeit mehr auf ihre Gastronomie.

Sohn Basti hilft gern mit

Für viele Einheimische ist der Konsum zum Treffpunkt geworden. Im gemütlich ausgestatteten Ambiente lässt es sich drinnen rustikal tafeln. Wer lieber zu Hause essen will, jedoch auf die Böckel’schen Konsum-Genüsse nicht verzichten will, wird eben daheim von ihr beliefert – ob Single oder große Partygesellschaft. Kagar, Wallitz, Flecken und Dorf Zechlin gehören zu Anke Böckels täglichen Touren, auch in Rheinsberg beliefert sie viele Firmen.

Vier bis fünf Mitarbeiter sind neben Anke Böckel und ihrem Mann in Laden oder Küche beschäftigt. Und manchmal auch Sohnemann Basti. „Er bedient im Geschäft mit – beim Sommerfest hat er Burger verkauft“, sagt die Mama stolz. „Das macht er total gerne.“ Außerdem sei es für den Drittklässler das beste Training im Kopfrechnen, was man sich denken könne. Um die Nachfolge muss sich Anke Böckel also scheint’s keine Sorgen zu machen, wenn man Basti beim Eintippen an der Registrierkasse so beobachtet. Sie selber aber denkt auch noch lange nicht ans Aufhören. „Paar Jährchen habe ich noch“, sagt sie und lächelt. Aber es mache auch großen Spaß – trotz der vielen Arbeit.

Von Regine Buddeke

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