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Anonymer Brief mit Todesanzeige für SPD

So gehen Politiker mit Beschimpfungen um Anonymer Brief mit Todesanzeige für SPD

Mit Kritik umzugehen, gehört für Politiker zum Alltag. Aber die Art der Verunglimpfung, die die SPD-Landtagsabgeordnete Ina Muhß kürzlich in Briefform vorfand, bezeichnet sie doch als eine „neue Qualität“.

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Ina Muhß (M.) neben Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD).

Quelle: Andreas Vogel

Wittstock. Als „sehr scharf und sehr konkret“ beschreibt die Landtagsabgeordnete Ina Muhß das anonyme Schriftstück, das sie in dieser Woche in ihrem Briefkasten fand. Es habe sich dabei um einen Brief mit zwei computer- oder maschinengeschriebenen Seiten gehandelt. „Außerdem enthielt er eine aufwendig gestaltete Todesanzeige für die SPD – mit einem Spruch sowie einem Geburts- und Sterbedatum.“ Auch hätte es keine Rechtschreibfehler gegeben. „Da hat sich jemand wirklich Zeit genommen. So etwas macht man nicht in fünf Minuten“, berichtet Ina Muhß. Der Verfasser sei entweder nicht dumm oder er habe sich den Text irgendwo aus dem Netz kopiert, vermutet sie.

Beleidigungen kämen auf Facebook ab und an vor, aber in Briefform – das hatte die Politikerin zuvor noch nicht erlebt. Persönlich fühle sie sich dadurch nicht bedroht, aber Sorgen mache sie sich trotzdem: Die Art der Beschimpfungen habe aus ihrer Sicht eine neue Qualität erreicht. „Wie, glauben solche Menschen, soll die Gesellschaft ohne Demokratie funktionieren? Sie würde in Diktatur und Chaos versinken.“ Auch die Tatsache, dass solche Briefeschreiber alles schlechtreden, kann sie nicht nachvollziehen. Da werde Hartz IV als „Sklavenhaltung“ betitelt. Und das, obwohl es in den meisten anderen Ländern eine solche staatliche Unterstützung überhaupt nicht gebe.

Auch Jan Redmann kennt Derartiges

Auch Ina Muhß’ Amtskollege von der CDU, Jan Redmann, kennt solche Beleidigungen oder Verunglimpfungen. Auf Facebook oder auch in Briefform werde er immer mal wieder mit solchen Fällen konfrontiert, sagte er am Donnerstag. „Ich schaue mir dann an, ob es in der Kritik einen sachlichen Punkt gibt, wo man ansetzen kann“, sagt er. Sollte das der Fall sein, antworte er auch auf den entsprechenden Posteingang. „Einmal hat sich der Verfasser danach sogar bei mir entschuldigt.“ Bestehe die Kritik aber nur aus unsachlichen Schimpftiraden, ignoriere er diese.

Von Björn Wagener

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