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Ostprignitz-Ruppin Antibiotika-Missbrauch im Stall vermeiden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Antibiotika-Missbrauch im Stall vermeiden
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03:06 02.10.2017
Gute Haltungsbedingungen sollen dafür sorgen, dass die Tiere weniger krankheitsanfällig sind. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Erste Anlaufschwierigkeiten sind überwunden. „Ein positiver Trend ist bereits abzulesen“, sagt die stellvertretende Amtstierärztin Eileen Rosendräger, Bezug nehmend auf die Auswertung der Antibiotika-Datenbank des Landkreises Ostprignitz-Ruppin.

Seit 2014 müssen deutsche Halter von Nutztieren angeben, wie häufig sie in ihren Ställen Antibiotika einsetzen. Damit soll der Einsatz in der Nutztierhaltung kontrolliert und reduziert werden. Betriebe, die im Halbjahr durchschnittlich mehr als 20 Rinder, 250 Schweine, 1000 Puten oder 10 000 Hühner mästen, müssen ihre Antibiotika-Anwendungen melden. Bei Hühnern und Puten gilt das ab dem Schlupfzeitpunkt, bei Rindern und Schweinen ab dem Absetzzeitpunkt. In Rinderhaltungen wird noch zwischen Mastkälbern bis 8 Monaten und Mastrindern, die älter als 8 Monate sind, unterschieden.

Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika

Wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre haben ergeben, dass Resistenzen von Bakterien gegen Antibiotika ein immer größeres Ausmaß angenommen haben und deshalb eine Reduzierung des Einsatzes derartiger Arzneimittel dringend notwendig ist. Dennoch haben Tiere Anspruch auf eine antibiotische Therapie, wenn dies für die Heilung von Erkrankungen erforderlich ist. Fachleute sind sich deshalb einig, dass eine Reduzierung des Antibiotika-Verbrauchs nur gelingt, wenn die Tiere seltener erkranken. Landwirte werden deshalb angehalten, eher krankheitsvermeidende Maßnahmen anzuwenden. Mit der Einrichtung der Antibiotika-Datenbank sollen „Schwarze Schafe“ unter den Betrieben ermittelt werden. Nur so können Verbraucher geschützt werden, die Lebensmittel von Nutztieren konsumieren.

Im Land Brandenburg ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit für die Tierarzneimittelüberwachung zuständig. In den Landkreisen übernehmen die Veterinär- und die Lebensmittelüberwachungsämter die Kontrollen und die Auswertungen. Mit Hilfe einer Formel wird die Therapiehäufigkeit ermittelt – das ist die Anzahl der Tage im Halbjahr, an denen ein Tier im Durchschnitt mit antibiotischen Wirkstoffen behandelt wurde. Bundesweit werden daraus für alle Tierarten bestimmte Kennzahlen ermittelt. „So können wir durch die Auswertung der Kennzahlen einen bestimmten Trend ablesen“, sagt Eileen Rosendräger.

Die Zahlen sind bisher wenig aussagekräftig

In den ersten Halbjahren waren die Daten allerdings nur wenig aussagekräftig, da viele Landwirte keine Zahlen meldeten oder Schwierigkeiten beim Eintragen in die Datenbank hatten. Einige Rinderbetriebe meldeten Probleme beim Einordnen ihres Bestandes.“So wurden zu junge Kälber oder noch nicht abgesetzte Kälber mit antibiotischer Behandlung eingetragen, die eigentlich nicht mitteilungspflichtig waren. „Mittlerweile funktioniert das Eintragen durch die Betriebe allerdings schon besser“, sagt die stellvertretende Amtstierärztin. „Wir sprechen die Leute aber auch aktiv an und der Erfolg ist schon sichtbar. Es ist nur noch wenig Unterstützung notwendig.“

Werden die Kennzahlen überschritten dann müssen die Tierhalter sich vom Tierarzt beraten lassen. Um Gefahren für Mensch und Tier möglichst gering zu halten , erarbeiten die Betriebe gemeinsam mit ihren Tierärzten Maßnahmepläne, die dann halbjährlich von den Ämtern ausgewertet werden.

„Natürlich sind die Erfolge dieser Maßnahmen nicht von heute auf morgen sichtbar“, sagt Eileen Rosendräger. „Aber mittlerweile konnten wir fast alle Lücken schließen.“

Von Cornelia Felsch

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