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Antisemitismus aus religiöser Sicht betrachtet

Wittstock Antisemitismus aus religiöser Sicht betrachtet

Das jüdische Volk, seine Geschichte, seine Religion und Kultur aber auch sein Leid sind Themen der Israelabende in Wittstock. Sie finden seit 2013 viermal im Jahr statt. Organisiert werden sie durch die Blaukreuzgruppe. Deren Leiter sprach beim letzten Israelabend in diesem Jahr am Mittwoch über Antisemitismus aus dem Blickwinkel der Religion.

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Birgit Kanzler (r.) stimmte zu Beginn mit Bert Wischnewski Lieder wie „Shalom, der Herr segne uns“ an.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Die Liebe zum jüdischen Volk, vor allem aber zu seiner Religion, spornt die Blaukreuzgruppe viermal im Jahr an, einen Israelabend in Wittstock zu organisieren. Beim letzten Israelabend in diesem Jahr, der insgesamt bereits der 18. innerhalb von vier Jahren war, referierte Blaukreuzgruppenleiter Bert Wischnewski zum Thema Antisemitismus. Als Grundlage dafür diente ihm der Aufsatz „Das Abendmahl am Ort der Selektion – Die Botschaft von Umkehr, Erlösung und Hoffnung“. Dieser stammte aus der Feder des amerikanischen Theologiewissenschaftlers Howard Morgan. Er ist messianischer Jude, ein Jude also, der im Gegensatz zu orthodoxen Juden, an Jesus Christus als den Messias glaubt, wie Bert Wischnewski erklärte.

Die Teilnehmer sangen und diskutierten mit

Die Teilnehmer sangen und diskutierten mit.

Quelle: Christian Bark

Der Blaukreuzgruppenleiter ist in der Vergangenheit selbst oft in Israel gewesen, hat Jerusalem besucht, aber auch das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Es ist bei Howard Morgan der „Ort der Selektion“. Ziel des 18. Israelabends war es, sich dem Thema Holocaust und Antisemitismus auf theologische Art zu nähern. „Antisemitismus ist Hass, Feindschaft und Diskriminierung der Juden in Bezug auf deren Religion oder Rasse“, heißt es bei Morgan. Antisemitismus nehme viele unterschiedliche Formen an, einschließlich der Verbreitung der Lehre, Gott habe die Juden abgelehnt, weil sie Jesus als den Messias nicht akzeptiert haben. Weil sie ihre eigene einzigartige Kultur und Religion pflegten, seien die Juden in Folge verschiedener schädlicher Glaubenssätze und Praktiken verfolgt worden.

Aus Ort des „Sterbens“ wurde Ort des „Lebens“

Als besonders interessant und zustimmungswürdig sahen die Zuhörer später in der Diskussion die These an, dass Juden deshalb von dämonischen Mächten wie den Nazis oder sogar der fehlgeleiteten Kirche deshalb verfolgt worden seien, weil nur sie Jesus zurück auf die Erde rufen könnten, auf dass er sein jüngstes Gericht abhalte.

Bert Wischnewski und die Zuhörer zeigten sich ebenfalls von der Tatsache beeindruckt, dass der „Ort des Sterbens“ wieder zu einem „Ort des Lebens“ geworden sei. Eben weil unter anderem Gläubige wie Howard Morgan dort ein Abendmahl abgehalten hätten und durch Liebe und Vergebung dem „Bösen“ kein Portal auf Erden öffnen würden.

Der nächste Israelabend findet am Mittwoch, 7. Februar 2018, um 19 Uhr in der Wittstocker Heilig-Geist-Kirche statt. Im Jahr 2018 soll sich thematisch alles um die Bibelforschung drehen.

Von Christian Bark

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