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Ostprignitz-Ruppin Arbeitsmarkt im Nordwesten weiter entspannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Arbeitsmarkt im Nordwesten weiter entspannt
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14:37 30.06.2015
Agentur für Arbeit Neuruppin Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Nordwesten Brandenburgs hat sich im Juni weiter entspannt. Sowohl für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin als auch für den Landkreis Prignitz vermeldete die Agentur für Arbeit am Dienstag leicht gesunkene Arbeitslosenzahlen.

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Demnach waren im Juni 2015 in Ostprignitz-Ruppin 4602 Menschen ohne Arbeit, was einen Rückgang von 189 Fällen gegenüber dem Vormonat bedeutet. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 8,9 Prozent. In der Prignitz waren 50 Menschen weniger arbeitslos, so dass aktuell 4626 Personen ohne Job sind. Die Arbeitslosenquote gibt die Agentur mit 11,4 Prozent an. Noch deutlicher fällt die Veränderung gegenüber dem Vorjahr aus (siehe Infokasten). Laut Stefan Dirkes, operativer Geschäftsführer des Agenturbezirks Neuruppin und somit für die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Havelland und Oberhavel zuständig, kann somit die niedrigste Arbeitslosigkeit seit der Wende für einen Juni vermeldet werden.

Allerdings seien die regionalen Unterschiede im Nordwesten nach wie vor groß, so Dirkes. Während Perleberg mit einer Arbeitslosenquote von 11,5 Prozent die Rote Laterne trägt, ist die Quote in Nauen (Landkreis Havelland) mit 5,8 Prozent nur nahezu halb so groß. Insgesamt sprach Dirkes aber von einer „robusten“ Entwicklung. Mehr gemeldete Arbeitsstellen und weniger Menschen in arbeitspolitischen Maßnahmen seien positiven Signale.

Für den Juli sei indes wieder ein leichter Anstieg möglich. Der Grund: Höhere Schulabgängerzahlen als im Vorjahr sorgen für Betriebsamkeit auf dem Ausbildungsmarkt. In Ostprigniz-Ruppin haben sich bislang 519 Ausbildungsplatzbewerber gemeldet, was 21 mehr sind als im Vorjahr. Die Zahl offener Stellen stieg etwa im selben Verhältnis.

Arbeitsmarkt weiter entspannt

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin waren im Juni 4602 Menschen ohne Arbeit. Das sind 256 weniger als vor einem Jahr und 189 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent.

Im Bereich der Geschäftsstelle Neuruppin waren 2469 Menschen arbeitslos gemeldet, was 121 weniger sind als im Mai. Im Bereich Wittstock waren 892 Menschen ohne Arbeit (-32), im Bereich Kyritz 1241 (-36).

Auch in der Prignitz ist ein Rückgang zu verzeichnen. 4626 Arbeitslose bedeuten 213 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt und 50 weniger als im Mai. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 11,4 Prozent (-0,1 Prozentpunkte gegenüber Mai).

Während für die Geschäftsstelle Perleberg die gemeldete Zahl von 3210 Arbeitlosen einen Rückgang von 48 Arbeitslosen gegenüber Mai bedeutet, ist im Bereich Pritzwalk mit 1416 Arbeitslosen die Zahl nahezu unverändert (-2).

Allerdings sind bislang noch gut 27 Prozent der Bewerber ohne Ausbildungsplatz. Ob sie in den verbleibenden Monaten des Ausbildungsjahres eine Stelle finden, werde sich zeigen.

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In der Prignitz ist das Bild ein anderes. Hier ist die Zahl an Bewerbern sogar leicht zurückgegangen. Demgegenüber stehen deutlich mehr offene Ausbildungsstellen. Was die Schulabgänger, die sich für den Verbleib in der Heimat entscheiden, freuen dürfte, ist für Arbeitgeber schwierig. Ronald Vieweg, Bereichsleiter für OPR und die Prignitz, appellierte deshalb auch an die jungen Menschen der anderen Kreise: „Liebe Jugendliche, seid auch bei der Wahl der Ausbildungsstelle mobil. In der Prignitz sind die Chancen am größten.“

Von Mischa Karth

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