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Ostprignitz-Ruppin Archäopark zieht mehr Besucher an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Archäopark zieht mehr Besucher an
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00:18 09.08.2017
Wittstocks Tourismuschefin Katja Reichelt (l.) und Archäopark-Betreuerin Christine Neumann ziehen eine positive Bilanz. Quelle: Christian Bark
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Freyenstein

Es war schon eine Sensation, was das Archäologenehepaar Fritz und Christa Plate da vor rund 35 Jahren bei Grabungen um die Mühle in Freyenstein entdeckt hatte. Sie legten die Überreste der alten Stadt, die 700 Jahre zuvor von den Freyensteinern aufgegeben und verlassen worden war, frei. „Das bestätigte die Existenz der alten Stadt“, sagt Christine Neumann, die heute den Archäologischen Park in Freyenstein betreut.

In den 80ern hatten erste Grabungen begonnen. Quelle: Christian Bark

Nach der Wende hätten die Leute dann andere Probleme gehabt. Aber fast 20 Jahre nach den Funden habe der Archäologiestudent Thomas Schenk das Thema mit seinen Untersuchungen und Grabungen wiederbelebt. „Seine Dissertation wird heute oft von fachkundigen Besuchern gekauft“, berichtet sie. Seitdem seien rund 25 Hektar vermessen und untersucht worden. Christine Neumann ist sich sicher, dass unter der Erde weitere Schätze schlummern. Manches müsse man, allein der Konservierung halber, aber dort ruhen lassen. „In Deutschland gibt es rund 20 Stadtwüstungen. Doch keine ist so gut im Originalzustand erhalten wie Freyenstein“, erklärt Christine Neumann. Das habe dem Areal auch den Beinamen „Pompeji der Prignitz“ eingebracht.

2007 mit 236 Besuchern angefangen

Bei Ausgrabungen in den 80er Jahren entdeckten Archäologen die Reste des alten Freyenstein. Grabungen und Untersuchungen zu Beginn des neuen Jahrtausends förderten weitere Überreste zutage.

Die Diplom- und die Doktorarbeit des Archäologen Thomas Schenk bildeten die Basis für die Entstehung des Parks.


wurde der erste Abschnitt des Archäoparks eröffnet. Im ersten Jahr kamen noch 236 Besucher. Im Jahr 2016 waren es schon über 3600.


zählte der Park im Juli 2017 seit seiner Eröffnung vor zehn Jahren. Darunter befinden sich auch immer mehr ausländische Gäste, vor allem aus Skandinavien und Osteuropa.

2011 und 2015 wurden der zweite und der dritte Abschnitt eröffnet. Rund zwei Millionen Euro sind in die Errichtung des Parks und des Konzepts geflossen. 3D-Konstruktionen und Audioguides ermöglichen dem Besucher, sich in das 13. Jahrhundert zurückzubegeben.

Vom 1. April bis 31. Oktober ist der Archäopark jedes Jahr für Besucher geöffnet.

Wissenschaftliche Erkenntnisse der Plates sowie Thomas Schenks und das Interesse lokaler Akteure habe zum Großprojekt „Archäopark“ geführt. Christine Neumann hebt hier besonders die Rolle der Stadt Wittstock hervor, die durch den Park ein touristisches Highlight dazugewonnen habe. Denn die Besucherzahlen sind seit der Eröffnung des ersten Abschnitts im August 2007 deutlich angestiegen. Der Park richte sich sowohl an Fachpublikum, als auch an ganz normale Touristen, besonders Familien. „Es ist ein modernes Konzept für eine historische Stätte“, betont Wittstocks Tourismuschefin Katja Reichelt. Dabei verweist sie auf 3D-Rekonstruktinen, die durch Stereoskope sichtbar sind. Auch der zweisprachige Audioguide mache das Freilichtmuseum besonders erlebbar. Zumal die Geschichten aus der Sicht eines zeitgenössischen Fischhändlers vorgetragen würden.

Die Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre und darüber hinaus wollen die Organisatoren mit allen Beteiligten am 10. September zum Tag des offenen Denkmals Revue passieren lassen. Ab 11 Uhr wird es in der Hofstube im Schloss Vorträge geben. Danach schließen sich Führungen durchs Areal an.

Von Christian Bark

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