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Architekten bestaunen Wittstocker Kita

Baukulturgespräch in Kita Kinderland Architekten bestaunen Wittstocker Kita

Denkmalschutz, Energieeffizienz und Kinderfreundlichkeit waren die Hauptpunkte, die Architekt Timm Kleyer bei der Sanierung der neuen Räumlichkeiten für die Kita Kinderland beachten musste. Weil das alles so gut geklappt hatte, gab es 2015 den Brandenburgischen Baukulturpreis für den Kitabau. Am Dienstag machten sich dann auch andere Architekten ein Bild davon.

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Kitaleiterin Angelika Rogge (r.) führte die Besucher gemeinsam mit dem Architekten Timm Kleyer (2. v. r.) durch die Gebäude.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. „Das war schon einer der Höhepunkte in meiner Architektenlaufbahn“, erinnerte sich Timm Kleyer am Dienstag zurück. Der Architekt hatte vor fünf Jahren damit begonnen, die Gebäude der heutigen Kita Kinderland zu sanieren und um einen Neubau zu erweitern. Für sein und das Schaffen vieler weiterer Beteiligter wurde die Kita im vergangenen Jahr mit dem Brandenburgischen Baukulturpreis bedacht. Aus diesem Grund hatte die Landesarchitektenkammer am Dienstag märkische Architekten und Ingenieure nach Wittstock zum Baukulturgespräch geladen.

„Die Mitarbeiter und Kinder können sich gar nicht mehr vorstellen, an einem anderen Ort zu sein“, schwärmte Kitaleiterin Angelika Rogge während einer Führung durch die Gebäude. Hier zeige sich, wie eng Erziehung und Architektur miteinander verzahnt wären. Auch durch die Größe der Räume sei genug Platz vorhanden, dass sich die Kinder bei Konflikten untereinander auch mal aus dem Weg gehen könnten.

Lob gab es für den gläsernen Verbindungsgang

Lob gab es für den gläsernen Verbindungsgang.

Quelle: Christian Bark

Nicht schlecht staunte Guido Köhnke beim Rundgang. „Hier war ich noch nie drin“, sagte der Wittstocker Architekt. Aber der Besuch habe sich gelohnt. Was aus den Gebäuden geworden ist, an deren Baugutachterverfahren ihr Betrieb beteiligt war, wollte Heidrun Fleege wissen. „Wir bauen demnächst auch eine Kita“, berichtete die Architektin aus Brandenburg an der Havel. Darum könne es nicht schaden, sich in Wittstock noch einige Anregungen für das Projekt zu holen. Eine Nummer zu groß wäre eine solche Kitasanierung plus Neubau für Barbara Foth. Die Bauingenieurin aus Putlitz war bislang immer an der Umgestaltung von Einfamilienhäusern beteiligt, wie sie sagte.

„Wenn im Rathaus mal dicke Luft ist, komme ich öfter mal hier her und hole mir gute Laune“, erzählte Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm, im MAZ-Gespräch. Im nach der Führung folgenden Fachgespräch mit den Architekten betonte er, wie richtig es trotz aller Widerstände gewesen sei, die Kita in die Innenstadt zu verlegen. „Das ist schon eine andere Kita geworden“, vergleich Rogge die Situation mit den alten Räumlichkeiten in der Steinstraße. Die Neugier in der Bevölkerung sei nach wie vor groß. „Und so kommen auch Eltern in die Innenstadt, die Wittstock so sonst nicht besucht hätten“, sagte der Bürgermeister.

Im Fachgespräch

Im Fachgespräch: Timm Kleyer (v.l.); Jörg Gehrmann, Architektenkammerpräsident Bernhard Schuster und Angelika Rogge.

Quelle: Christian Bark

Besonders interessiert waren die Architekten im Gespräch an der Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, also der Stadt, den Architekten, den Baufirmen und der Denkmalschutzbehörden. „Es müssen alle mit ins Boot geholt werden“, erklärte Gehrmann, dann mache so ein Projekt auch richtig Spaß. „Ohne die hohen Fördermittel hätten wir das so auch gar nicht umsetzen können“, verwies Kleyer auf die 90-prozentige Förderung des Bauprojekts. „Bis zum nächsten Baukulturpreis dann“, verabschiedete Jörg Gehrmann die Architekten nach dem Gespräch.

 

Von Christian Bark

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