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Ostprignitz-Ruppin Architektenwettbewerb: Sieger präsentiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Architektenwettbewerb: Sieger präsentiert
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00:17 22.08.2016
Während der Präsentation der siegreichen Architekturbüros. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Flanieren an der Dosse – auf gepflegten Wegen und Sitzmöglichkeiten die grüne Lunge der Stadt atmen, das könnte schon bald Wirklichkeit werden. Denn am Donnerstagabend präsentierten drei Landschaftsarchitekturbüros in der Wittstocker St.-Marien-Kirche, wie sie sich den Bereich des Burg- und Bleichwallgeländes zur Landesgartenschau 2019 vorstellen könnten.

100 Bewerber, elf Vorschläge, drei Favoriten

Sie waren die Sieger eines Wettbewerbes, an dem sich elf Büros beteiligt haben. Diese gingen aus einem Pool von insgesamt 100 Bewerbungen hervor, die sich an der europaweiten Ausschreibung beteiligt hatten. Daraus seien dann zunächst 15 ausgelost worden, wovon aber wiederum nur elf tatsächlich Arbeiten abgegeben hätten, beschreibt Heyo Schönwalder, Architekt und Organisator des Wettbewerbes, das Prozedere.

Dass nicht alle Bewerber tatsächlich antreten, sei nicht ungewöhnlich. Denn wer nicht in die engere Auswahl kommt, „geht komplett leer aus“ und habe somit Mühe und Zeit umsonst investiert. Eine Fach- und eine Sachjury nahmen die verbliebenen Arbeiten schließlich genauer unter die Lupe.

Wittstocker in der Jury

Die Fachjury bestand aus einer Reihe von Landschaftsarchitekten; als Sachpreisrichter fungierten: Burkhard Schultz, der Vorsitzende der Wittstocker Stadtverordnetenversammlung; Jürgen Schweinberger, der ehemalige Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Wohnungswesen im Infrastrukturministerium des Landes, und Christian Hernjokl, der Geschäftsführer der gemeinnützigen Laga-Gesellschaft in Wittstock. Als Stellvertreter mit im Boot waren Peter Krause, der stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, und die zuständige Sachgebietsleiterin Sabine Hentschke.

Bernd Joosten (rechts) und Martin Schmitz vom siegreichen Loidl-Büro aus Berlin. Quelle: Björn Wagener

Am 15. Juli einigte man sich schließlich auf folgende Favoriten: 1. Platz: Atelier Loidl, Landschaftsarchitekten aus Berlin; gefolgt vom 2. Platz, der Sinai-Gesellschaft von Landschaftsarchitekten aus Berlin. Auf den 3. Platz kam die Häfner Jimenez Betcke Jarosch Landschaftsarchitektur-GmbH, ebenfalls aus Berlin.

Ausstellung bis Ende August

Die Ergebnisse ihrer Arbeiten werden noch bis zum 31. August in der St-Marien-Kirche auf Schautafeln präsentiert. Interessierte können sich dort ein Bild von den Vorstellungen der Planer machen. „Es ist wichtig, dass wir die Arbeiten nicht im stillen Kämmerlein haben, sondern sie in die öffentliche Diskussion geben“, sagte Bürgermeister Jörg Gehrmann, der die Ausstellung am Donnerstagabend eröffnete und gleichzeitig die Preisträger beglückwünschte. Mit dabei: Die aktuelle und die künftige Rosenkönigin.

Während der Ausstellungseröffnung in der Wittstocker St.-Marien-Kirche: Bürgermeister Jörg Gehrmann (MItte) beglückwünschte die auserwählten Landschaftsarchitekten zu ihren Platzierungen. Quelle: Björn Wagener

„Es geht um den Parkteil zwischen dem Dosseteich und dem Friedrich-Ebert-Park, der künftig vielleicht auch etwas anders sein wird als der Ebert-Park“, sagt Geschäftsführer Bernd Joosten vom siegreichen Loidl-Büro, der mit seinem Kollegen Martin Schmitz am Donnerstag bei der Präsentation zu Gast war. Der Entwurf seines Büros ziele auf „zwei große Qualitäten“ ab: einen Weg entlang der Stadtmauer und einen weiteren Weg entlang der renaturierten Dosse – dazwischen eine große Parkanlage. Die Stadtmauer solle zudem frei gehalten werden und die Stadtansicht aufwerten. Diese Idee sei inspiriert von einem alten Bild aus dem 17. Jahrhundert.

Alle drei Büros noch im Rennen

Der Sieg in dem Wettbewerb bedeute jedoch nicht, dass die Pläne des Büros Loidl nun genau so umgesetzt werden. Vielmehr seien beim Findungsprozess weiterhin alle drei favorisierten Büros im Boot, so Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Von Björn Wagener

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