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Argumente im Schallplatten-Format

Kreisstadtfrage Argumente im Schallplatten-Format

Wird nach der Fusion von Ostprignitz-Ruppin und Prignitz Neuruppin die Kreisstadt des neuen Gebildes? Landrat Ralf Reinhardt und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde werben jetzt mit einer neuen Broschüre im Schallplatten-Format dafür. Dabei greifen sie das Motto des Landes auf, dass Stärken gestärkt werden sollten.

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Landrat Ralf Reinhardt, Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde und Unternehmer wie Michael Schneider (v. l.) präsentierten gestern die Broschüre, die im Schallplatten-Format daherkommt.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Die Kreisverwaltung macht ernst – und mit der Fontane­stadt gemeinsame Sache: Landrat Ralf Reinhardt (SPD) und Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) präsentierten am Dienstag eine 30 Seiten umfassende Broschüre mit vielen Fotos und Grafiken, mit der in den nächsten Wochen und Monaten die Landtagsabgeordneten davon überzeugt werden sollen, dass nach der vom Land angestrebten Fusion von Ostprignitz-Ruppin und Prignitz nur Neuruppin als Kreisstadt des neuen Großkreises infrage kommt, und nicht etwa Perleberg. Über die Kreisstadtfrage nach der Fusion wird der Landtag vermutlich Anfang nächsten Jahres befinden.

Golde: Neuruppin muss als Kreisstadt leuchten

„Wenn es nach sachlichen Kriterien geht, kann nur Neuruppin die Kreisstadt sein“, betonte Kreistagschef Manfred Richter (SPD). Neuruppin sei die größte Stadt im Nordwesten Brandenburg. Laut dem Landesamt für Bauen und Verkehr hatte Neuruppin 2014 gut 30 600 Einwohner, Perleberg lediglich knapp 12 100. Zudem reiche die Strahlkraft von Neuruppin längst weit über die eigentliche Stadt hinaus, sagte Landrat Reinhardt. „Neuruppin muss als Kreisstadt leuchten“, unterstrich Bürgermeister Golde. „Es ist der Region nicht geholfen, wenn Neuruppin nicht Kreisstadt wird.“ Soll heißen, nur wenn Neuruppin Kreisstadt in dem neuen Gebilde wird, würde davon auch die gesamte Region profitieren. Der Grund: In Neuruppin gibt es viele Landesbehörden, wie das Landgericht und die Staatsanwaltschaft sowie die Polizeidirektion, die für die Kreise Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel zuständig ist. „Diese gut gewachsene Zusammenarbeit sollte nicht gefährdet werden“, sagte Golde.

Auch Unternehmer machen sich für Neuruppin stark

Auch Unternehmer sprechen sich in der Broschüre deutlich für Neuruppin als Kreisstadt aus, wie etwa Thomas Huch, Geschäftsführer von Huch-Behälterbau. „Seit mehr als 20 Jahren ist es das Ziel der Landeswirtschaftspolitik, Stärken zu stärken.“ Das habe sich bewährt. Wenn der neue Kreis von diesen Erfolgen profitieren und vorkommen wolle, müsse Neuruppin Kreisstadt bleiben. „Keine andere Stadt in der Region kann diese Aufgabe stemmen“, so Huch. Das sieht Lars Groche, Vize-Direktor des Resort Mark Brandenburg, ähnlich. „Es ist wichtig, dass Neuruppin Kreisstadt bleibt“, sagte der Berliner, der 2016 mit seiner Familie nach Neuruppin gezogen ist. Denn die Fontanestadt sei attraktiv für Fachkräfte, die von vielen Unternehmen gesucht werden. „Und die Leute können sich heute aussuchen, wo sie arbeiten“, so Groche. Neuruppin könne da nicht allein mit der Berlin-Nähe, sondern ebenfalls mit den Ruppiner Kliniken, seinen Kitas und Schulen sowie mit der Landschaft punkten. „Diese Strahlkraft muss bleiben“, sagte Groche.

Mit der Broschüre, die in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt wurde, wollen sogenannte Botschafter der Region, wie Bürgermeister und Unternehmer, jetzt bei offiziellen Terminen für Neuruppin als Kreisstadt werben.

Von Andreas Vogel

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