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Ostprignitz-Ruppin Armut und Reichtum auf Fotos gebannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Armut und Reichtum auf Fotos gebannt
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00:18 18.09.2016
Kirsten Tackmann (l.) und Marlies Schmidt eröffneten die Ausstellung. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Als Geschäftsführerin der Insolvenzhilfe Prignitz ist Marlies Schmidt allein schon von Berufs wegen für die Themen Armut und Reichtum sensibilisiert. Dabei weiß sie aber auch, dass Menschen nicht unbedingt reich sein müssen, wenn sie viel Geld oder arm sein müssen, wenn sie kaum Geld haben. „Arm ist es, nur über Geld nachzudenken“, findet sie.

Und genau diese Assoziationen mit der Thematik greift die von ihrem Büro initiierte Fotoausstellung „Armut und Reichtum in Deutschland“ auf. Bis zu 60 Bilder sind in Zusammenarbeit mit Prignitzer Schulen zwischen 2014 und 2015 entstanden – das Projekt erhielt bereits einen Preis im Verband der deutschsprachigen Insolvenzhilfen. 15 Bilder sind davon seit Dienstag nun im Wahlkreisbüro der Linken-Bundestagsabgeordneten, Kirsten Tackmann, in der Wittstocker Marktgasse 2 zu sehen.

„Ich hatte mich mit Frau Schmidt über das Thema unterhalten und war sofort von dem Projekt begeistert“, sagte Tackmann im MAZ-Gespräch bei der Ausstellungseröffnung. Freilich biete ihr Büro nur wenig Platz für die Kollektion, aber für eine Partei, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetze, sei das Thema ohnehin eine Herzensangelegenheit.

Unter den Bildern befinden sich zettel. Quelle: Christian Bark

„Die Bilder sollen vor allem eines: zum Nachdenken anregen“, erklärte Marlies Schmidt. Damit das noch länger anhalte, gebe es unter jedem Bild kleine Kärtchen mit Hintergrundinformationen zur Bildaussage. Besonders aussagekräftig findet Schmidt die Bilder „Zwei Gesichter“ und „Hand in Hand“. Das eine Bild zeigt ein in der Mitte geteiltes Gesicht, das sowohl ein üppig geschminktes sowie ein merklich geschundenes Gesicht zeigt. „Armut und Reichtum steckt in jedem von uns“, erklärte die Insolvenzhelferin. In dem anderem Bild greift eine mit Schmuck behangene saubere eine verschmutzte Hand. „Das Eine bedingt manchmal das Andere und ist eng verknüpft“, so Schmidt. Von den Bildern begeistert zeigte sich auch Christel Apitz aus Wittstock. Kommende Woche wolle sie mit den Mitgliedern des Frauentreffs die Ausstellung besuchen.

Diese ist noch bis November dienstags bis donnerstags zwischen neun und zwölf Uhr im Büro zu besichtigen.

Von Christian Bark

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