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Arne Kröger ist Kämmerer und Personalchef

Neuruppin: Reiz der großen Aufgaben Arne Kröger ist Kämmerer und Personalchef

Vom Bürgermeister zum Kämmerer: Arne Kröger war eigentlich hauptamtlicher Bürgermeister in einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Nun ist er in Neuruppin als Kämmerer tätig. Angesichts der dünnen Haushaltslage eine große Herausforderung. Sind die Finanzen geregelt, soll er auch Personalchef des Kreises werden.

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Neuruppin. Eigentlich hätte Arne Kröger noch bis 2018 hauptamtlicher Bürgermeister der Kleinstadt Neustadt-Glewe im Landkreis Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) sein sollen. Schließlich war der Parteilose dazu im Januar 2011 mit großer Mehrheit und mit Unterstützung von CDU und SPD gewählt worden. Doch Ende vergangenen Jahres stieß der Diplomkaufmann auf die Stellenanzeige des Landkreises Ostprignitz-Ruppin, der nach dem überraschenden Weggang von Eric Nocker im August einen neuen Kämmerer suchte.

"Da habe ich eine ganz große Neigung verspürt", sagt Kröger, der gestern von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) in Neuruppin vorgestellt wurde. Kröger gehörte zu den mehr als 20 Bewerbern ‒ und machte das Rennen um den Posten. "Er ist ein guter, erfahrener Fachmann, der auch Ausbilder ist", sagt Ralf Reinhardt.

Pragmatischer Blick auf die Finanzen

Kröger, der in seiner Freizeit boxt, kennt sich in Finanzfragen bestens aus: Er war elf Jahre Kämmerer im Landkreis Ludwigslust und hat darüber hinaus sowohl in der Vollstreckung als auch im Rechnungsprüfungsamt gearbeitet, bevor er Bürgermeister wurde. "Der Haushalt in Neustadt-Glewe ist ausgeglichen", sagt Kröger. Das galt auch für den Etat des Kreises Ludwigslust, bevor sich dieser mit Parchim zusammenschließen musste. Dieser hatte ein Defizit in Millionenhöhe.

Dass Ostprignitz-Ruppin noch mit Schulden aus den Vorjahren ebenfalls in Millionenhöhe zu kämpfen hat, ist ihm bekannt. "Ich habe die Diskussionen um die Kreisumlage verfolgt", sagt Kröger, der geschieden ist und drei Kinder hat.

Der neue Kreiskämmerer sieht die Debatten um die Höhe der Kreisumlage pragmatisch. "Der eine benötigt sie, der andere muss sie zahlen." Kröger hofft auf sachliche Diskussionen. "Die Herausforderungen sind groß, die Umstände aber positiv, da der aktuelle Haushalt ausgeglichen ist", sagt Landrat Reinhardt.

Mehr Verantwortung für den Kämmerer

Bis Ende des Jahres soll sich Kröger in die finanziellen Tiefen des Kreishaushaltes einarbeiten. Ab Januar wird er sich dann nicht allein um die Finanzplanung und die Kasse des Landkreises kümmern, sondern ebenfalls um die Bereiche Personal und Organisation der Kreisverwaltung. Dieses Referat untersteht derzeit direkt dem Landrat. Reinhardt findet eine größere Verantwortung des Kämmerers sinnvoll. Schließlich ist der größte Posten im Haushalt nach den Ausgaben für Soziales und Jugend der für Personal.

Von Andreas Vogel

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