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Artenvielfalt erschwert Windmühlenbau

Groß Haßlow Artenvielfalt erschwert Windmühlenbau

Das Gebiet am Rackstädter Berg ist nach Auffassung der Stadt Wittstock nicht für die Errichtung von Windkraftanlagen geeignet. Das legen allein Untersuchungen bezüglich der Artenvielfalt nahe. Und so soll der Bebauungsplan des Gebiets überarbeitet werden. Ob das geschieht, entscheiden im März die Stadtverordneten. Der Ortsbeirat Groß Haßlows enthielt sich der Stimme.

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Stadtplanerin Sabine Hentschke erklärte den Sachverhalt.

Quelle: Christian Bark

Groß Haßlow. Sechs Windkraftanlagen plant das Projektentwicklungsunternehmen 3U Energy im Bereich des Rackstädter Bergs zu errichten, wie ein Mitarbeiter auf der Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend in Groß Haßlow mitteilte. Ob diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden können, darüber entscheidet im März die Wittstocker Stadtverordnetenversammlung. Denn die überdimensionierten Anlagen würden den Grundzügen des entsprechenden Bebauungsplanes widersprechen, wie Wittstocks Stadtplanerin Sabine Hentschke bemerkte.

2014 war kurzfristig einen Bebauungsplanentwurf für die Windkraftanlagenstandorte bei Groß Haßlow eine „Satzung zur Veränderungssperre Groß Haßlow“ sowie für das gesamte Gebiet der Stadt einen Flächennutzungsplan „Wind“ erarbeitet worden. Diese hatte zwei Jahre Gültigkeit, war 2016 um ein weiteres Jahr verlängert worden und läuft nun am 30. April aus. Deshalb forciert die Stadt eine Nachbesserung des Bebauungsplanes, wie Hentschke informierte. In der Beschlussvorlage für die Stadtverordneten heißt das „Beschluss über die Änderung des Geltungsbereiches für die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 03/2014“.

Haßlower gespalten über Windkraftvorteile

Wo Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden, legt nicht die Stadt, sondern die Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel fest. Zurzeit gilt der Regionalplan „Windenergienutzung“ aus dem Jahr 2003. Er soll jedoch vom Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ abgelöst werden, der zurzeit nur im Entwurf vorliegt. Parallel dazu hatte die Stadt durch einen Ornithologen weitere Untersuchungen in dem Gebiet veranlasst, die laut Hentschke die Erkenntnis nahelegen, dass der Artenschutz nicht unwesentlich in das Planungsgebiet eingreife. Vornehmlich seien dort schützenswerte Arten wie Milane, ein Seeadler und Fledermäuse ansässig. Und so ist das Eignungsgebiet nach Ansicht der Stadt eben nicht geeignet, Windkraftanlagen aufzunehmen.

Der Ortsbeirat Groß Haßlows erklärte sich in dieser Sache aufgrund eigener angrenzender Grundstücke befangen und legte das Votum vertrauensvoll in die Hände der Stadtverordneten. „Es ist ein zweischneidiges Schwert“, sagte Ortsvorsteher Wolfgang Ramin. Einerseits gebe es ein großes Interesse am Artenschutz und der Vermeidung von Windkraftanlagen in der Landschaft. Andererseits bedeuteten die Anlagen für Grundstücksbesitzer ein lukratives Geschäft. Nur eben für die Masse der Bevölkerung nicht, wie Anwohner auf der Sitzung bemerkten. Denn die Netzentgelte seien hierzulande immer noch deutlich höher als in Gebieten ohne Windkraftanlagen.

Von Christian Bark

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