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Ostprignitz-Ruppin Asyl-Ausstellung in Wusterhausen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Asyl-Ausstellung in Wusterhausen
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00:32 15.07.2015
Einheimische und Asylsuchende kamen bei der Ausstellungseröffnung ins Gespräch. Quelle: Alexander Beckmann
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Wusterhausen

Wo kommen Flüchtlinge her, wo gehen sie hin? Gerade für Wusterhausen, in dessen ehemaligem Mutter-Kind-Kurheim demnächst bis zu 250 Flüchtlinge untergebracht werden sollen, sind diese Fragen ausgesprochen aktuell. Ihnen widmet sich eine Ausstellung, die am Freitagabend im Alten Laden des Herbst’schen Hauses am Marktplatz eröffnet wurde. Unter dem Titel „Asyl ist Menschenrecht“ liefert die Schau Zahlen und Fakten zu den Strömen von Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und jetzt europaweit für Schlagzeilen sorgen.

In Wusterhausen besuchten am Freitag etwa 30 Gäste die Ausstellungseröffnung. Unter den Besuchern waren auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften in Neustadt.

Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank lieferte eine Zusammenfassung zur aktuellen Situation in seiner Stadt: 50 Flüchtlinge habe Wusterhausen derzeit untergebracht. „Das hat bisher sehr gut funktioniert“, sagte Blank. „Dafür ein Dankeschön.“ Viele Wusterhausener hätten sich aktiv für die Integration der Neuankömmlinge eingesetzt. Trotzdem bestünden bei vielen noch Unklarheiten darüber, wer da eigentlich kommt. Die neue Ausstellung werde da hoffentlich helfen, auch wenn sie nur einen vagen Eindruck vermitteln könne. „Es ist immer am besten, mit den Flüchtlingen selbst zu reden“, sagte Blank. Er setzt große Hoffnungen auf die persönliche Begegnung, äußerte aber zugleich Sorgen angesichts des schnellen Anstiegs der Zuweisungen vom Landkreis. „Wenn wir dann 250 Flüchtlinge hier haben, werden auch für Begegnungen die Räumlichkeiten knapp“, so der Bürgermeister.

Beifall für einen Schülerfilm zum Kriegsende

Beifall gab es für einen Film, der ein Projekt der Kyritzer Carl-Diercke-Schule dokumentiert: Schüler hatten Zeitzeugen zum Kriegsende vor 70 Jahren interviewt und dabei nicht zuletzt selbst neue Blickwinkel entwickelt.

Franz Conraths, Stadtverordneter der Grünen in Kyritz, gab einen Überblick über die Situation in der Region und weltweit. Conraths ist in der Initiative „Pro Asyl“ aktiv, die die Wanderausstellung entwickelt hat, und arbeitet zudem in der Härtefallkommission für Asylfragen des Landes Brandenburg mit. Rund zwei Drittel aller Flüchtlinge seien nach UN-Angaben innerhalb ihrer Heimatländer auf der Flucht. Mehr als vier Fünftel des Anteils, der Grenzen überschreitet, kamen bisher in Entwicklungsländern unter. Während beispielsweise im Libanon 232 Flüchtlinge pro 1000 Einwohner leben, zählte Deutschland zuletzt 2,5 Asylsuchende auf 1000 Einwohner.

Für Conraths steht fest: „Wenn wir den Menschen in den armen Ländern nicht geben, was sie zum Leben brauchen, dann holen sie es sich bei uns. Das ist in einer globalisierten Welt nun mal so.“ Seine Schlussfolgerung: „Was wir brauchen, ist eine Willkommenskultur, die auch sachlicher Information beruht, und ganz viel guten Willen.“

Hinweis: Die Ausstellung in Wusterhausen ist voraussichtlich noch bis Mitte September zu sehen.

Von Alexander Beckmann

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