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Ostprignitz-Ruppin Auch Tiger haben Phobien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Auch Tiger haben Phobien
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14:17 05.11.2013
Gerhard Harsch und Hündin Heather sind längstg alte Hasen im Showgeschäft. Das Publikum muss um ein paar Tricks nicht lange bitten. Quelle: Alexander Beckmann
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Sieversdorf

Zu einem Häppchen Fleisch lässt Chandra sich überreden. Deutlich besser gelaunt wirkt er damit aber noch lange nicht. Geduckt schleicht er am Gitter entlang, dreht unerwartet ab, macht einen Satz nach vorn und gibt den kaum zwei Meter entfernten Zuschauern klar zu verstehen: Ich bin genervt und wenn ich könnte, wie ich wollte, würdet Ihr euch wundern. Leoparden seien mit noch größerer Vorsicht zu genießen als andere Großkatzen, erklärt derweil Gerhard Harsch. Sie seien zwar nicht die größten unter den Vettern, aber vielleicht die tödlichsten.

Bis Harsch ihn mit einem Stück Fleisch an einem Stock aus der Reserve lockt. Plötzlich endet der Tiger irgendwo auf der Höhe von Basketballkörben. Fingerlange Zähne und Krallen wie Teppichmesser schnappen auf. Das Schmusen kann warten.

Zumal Amba nun im Publikum eine Kameralinse ausgemacht hat. Er bäumt sich auf und faucht. Kameras mit Menschen dahinter kann er nicht leiden. Wie passend für einen Filmtiger! Gerhard Harsch erklärt: Amba wurde mal von einem Kameramann erschreckt, der sich in einem Moment der Ablenkung zu dicht an ihn herangeschlichen hatte. Auch Tiger haben Phobien.

Der Reigen der tierischen Stars reißt an diesem letzten Oktobersonntag nicht ab. Wuschelhündin Heather war unter anderem schon Partner von Goldmarie in "Frau Holle" und kennt trotz ihres inzwischen fortgeschrittenen Alters (Pardon!) noch immer alle Tricks. Allein auf Handzeichen hin bellt sie wie wild, stellt sich tot oder guckt traurig zum Steinerweichen. "Ohs" und "Ahs" sind ihr sicher.

Einige Nebendarsteller sorgen hingegen für skeptische Blicke der Besucher. Sind Königsnattern wirklich völlig harmlos? Fressen Bartagamen nicht vielleicht doch vorsichtig ausgestreckte Zeigefinger? Beim Umgang mit der Schnappschildkröte ist selbst Reptilienexperte René Harsch vorsichtig. Das Biest macht seinem Namen alle Ehre, ist schnell, kräftig und prinzipiell übel gelaunt, aber definitiv ein Hingucker. Das mit der Attraktivität gilt natürlich in mindestens gleichem Maße für Zwergotter Otto, Storch Gustav, Schleiereule Mister Bean, Füchsin Foxi und all die anderen pelzigen, gefiederten, geschuppten und gepanzerten Bewohner der Filmtierschule.

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"Das Geschäft läuft super. Wir können uns nicht beklagen", schätzt Gerhard Harsch ein. "Normalerweise wird's um die Jahreszeit ruhiger. Diesmal nicht." Film, Fernsehen und Werbung seien geradezu versessen auf professionelle tierische Darsteller. "Die sind eben immer ein Hingucker für die Leute." Jeder, der die Sieversdorfer schon einmal besucht hat, kann dem wohl nur zustimmen.

Näheres zur Filmtierschule unter www.filmtierschule-harsch.de.

Von Alexander Beckmann

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