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Auf Lärchenholz ins Mittelalter

Im Archäologischen Park ist der Baufortschritt schon deutlich zu sehen Auf Lärchenholz ins Mittelalter

Eine Schraube nach der anderen versenkt der Mitarbeiter der Firma Krumm aus Mirow im Holz. Er wird tausende davon verarbeiten. Und mit Sicherheit wird er viele Male den Akku laden müssen, denn die aneinander gelegten Holzplanken werden einen Steg von 220 Metern bilden. Bis zur Mühle soll der Weg führen.

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Der Steg besteht aus Lärchenplanken auf Eichenbalken.

Quelle: Uta Köhn

Freyenstein. Dieser Steg soll dann die Besucher des Archäologischen Parks Freyenstein von der Aktionsfläche gleich hinterm Hauptgebäude bis hoch zur Mühle führen. Die schnurgerade Verbindung verläuft direkt an dem gläsernen Schutzbau und an mehreren visualisierten Kellern vorbei. Wenn das Wetter mitspielt und die Handwerker durchziehen können, sind sie bis Ende kommender Woche fertig.

Parallel zu den Arbeiten am Steg kümmert sich die Firma "Heiko Bublitz - Garten- und Landschaftsgestaltung" aus Neustadt darum, dass die künftigen Rasenflächen glatt und eben sind. Das Wasser wird so abfließen können, dass sich keine Schlammlöcher bilden.

Der hölzerne Steg, der einen Unterbau aus Eichenbohlen hat und mit Lärchenbrettern beplankt wird, verläuft exakt dort, wo sich im Mittelalter eine Straße befand. Er endet an der mittelalterlichen Pflasterstraße, von der bereits ein Teil im zweiten Bauabschnitt ausgegraben wurde. Jüngst wurde der Plan dem Freyensteiner Ortsbeirat vorgestellt. "Hier bei uns wird wirklich ein Ding nach dem anderen ausgegraben", sagte Birgit Kanzler, die als Vertreterin der Stadtverwaltung an der Sitzung des Ortsbeirates teilnahm. Das Gute dabei: Weil der Archäologische Park von Studenten erforscht wird, muss die Stadt dafür nichts bezahlen.

Jedoch sind die Baumaßnahmen nicht ganz kostenfrei. Für den dritten Bauabschnitt, der im August begonnen hat und bis ins nächste Jahr dauert, sind mehr als 900.000 Euro kalkuliert. Rund 130.000 Euro bezahlt die Stadt aus eigener Kasse. Innerhalb dieses Bauvorhabens soll auch der Marktplatz visualisiert und eine Aussichtsplattform am höchsten Punkt der Altstadt geschaffen werden. Von dort aus werden die Dimensionen des ersten Freyenstein, das von etwa 1200 bis 1287 existierte, besonders gut erkennbar sein. "Doch das wird frühestens im Jahr 2014 etwas", sagte Birgit Kanzler.

Für Individualtouristen, die sich im Sommer im Archäologischen Park auf eigene Faust umgesehen haben, endet mit dem Monat Oktober auch die Saison. Bis Ende März werden nur Gruppen nach vorheriger Anmeldung durch den Park geführt. Dann sicher auch über den nagelneuen, über 200 Meter langen Steg, der nur an einer Stelle, nämlich am Glasbau, unterbrochen ist, weil dort noch Fahrzeuge entlang fahren müssen.

Von Uta Köhn

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