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Ostprignitz-Ruppin Auf Schusters Rappen bis nach Mecklenburg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Auf Schusters Rappen bis nach Mecklenburg
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02:15 17.06.2017
Gemeinsam mit dem Ortsbeirat sprach Jürgen Paul über mögliche Routenverläufe – auch hinüber ins Mecklenburgische. Quelle: Christian Bark
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Zempow

Seit einigen Jahren tüfteln die Zempower schon an einem Wanderwegekonzept für ihre unmittelbare Umgebung. Angefangen hatten die Überlegungen seinerzeit gemeinsam mit den Nachbarorten Dranse, Sewekow, Schweinrich und Berlinchen. Während Dranse seit April nun schon eine Karte mit den schönsten Wander- und Fahrradrouten rund um das Dorf besitzt, wollen die Zempower nun nachziehen – und zwar gemeinsam mit der Stadt Wittstock.

Erst im Mai hatte der Ortsbeirat darüber entschieden, sich bei der Erstellung der Routen am Gesamtwanderwegekonzept der Dossestadt zu beteiligen. Inzwischen gab es Gespräche mit dem Touristiker Jürgen Paul, der von der Stadtverwaltung mit der Ausarbeitung eines Konzepts beauftragt wurde.

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung am Montagabend trafen sich alle Beteiligten nun wieder. Jürgen Paul erörterte in dem Zusammenhang noch einmal die Grundidee des Vorhabens. „Diese Ideen können nur die Basis für eine breitere Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn sein“, erklärte er. Sie würden sich zunächst ausschließlich auf das Gebiet der Stadt Wittstock beschränken und den ehemaligen Truppenübungsplatz in der Wittstocker Heide aussparen. Seine Aufgabe sei es nun, zunächst Vorschläge in den einzelnen Ortsteilen zu sammeln, damit noch Ende des Monats ein erster Entwurf vorgestellt werden könne, wie Jürgen Paul erklärte. „Wenn alles gut läuft, können die Stadtverordneten noch in diesem Jahr über das Konzept entscheiden“, kündigte der Touristikunternehmer an.

Wanderrouten führen nach Mecklenburg und Rheinsberg

„Schön, dass das jetzt eine Sache der ganzen Stadt ist“, sagte Zempows Ortsvorsteher Frank Mögelin auf der Sitzung. Gemeinsam gingen Ortsbeirat und Jürgen Paul die aktuellen Routenvorschläge durch.

Jürgen Paul ist von der Stadt mit der Ausarbeitung eines Wanderwegekonzepts betraut worden. Quelle: Christian Bark

Diese hatte die Zempowerin Ulrike Laubenthal zuletzt in ihre Karte mit eingearbeitet. Das Konzept der Zempower sieht unter anderem eine Wanderroute nach Schweinrich, nach Sewekow, zum Nebelsee und rund um die Muckendorfer Linde vor. Beim Betrachten der Karte wurde für die Beteiligten wieder eines deutlich: Zempow ist nicht ausschließlich über Wittstocker Territorium zu erreichen. Entweder führen Wege über Rheinsberger oder über Mecklenburger Gebiet – zum Beispiel die Route in das benachbarte Schwarz. „Deshalb müssen wir uns frühzeitig mit Rheinsberg und den Mecklenburgern verständigen“, betonte Jürgen Paul. Freilich aber noch nicht auf dem offiziellen Weg. das könne erst erfolgen, wenn das Konzept Hand und Fuß habe. Ein Informationsaustausch vorab könne aber nur hilfreich sein.

Bei der Ausweisung von Routen, die die Stadt im Auftrag des Landkreises Ostprignitz-Ruppin übernehmen wird, seien auch Einzelheiten mit den Forstbehörden sowie Landbesitzern zu klären.

Jürgen Paul hob die Bedeutung eines Wanderwegekonzepts für die Region hervor. „Auch Radfahrer wechseln mitunter auf ihre zwei Beine“, sagte er. Wichtig für ein interessantes Konzept seinen aber Versorgungspunkte, Erlebnismöglichkeiten, Erreichbarkeit durch den öffentlichen Nahverkehr sowie Verbindungsprämissen, beispielsweise die gemeinsame Nutzung einer Route für Wanderer und Radfahrer. „Soweit es mir möglich ist, werde ich jede Route auch selbst begutachten“, sagte der passionierte Radfahrer. Mit den Zempowern will er im engen Kontakt bleiben, damit das Gesamtkonzept zügig Gestalt annehmen kann.

Von Christian Bark

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