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Auf Tuchfühlung mit der Polizei

Sewekow Auf Tuchfühlung mit der Polizei

Einmal im Monat stellen sich interessante Persönlichkeiten aus der Region Sewekows Senioren vor. Am Mittwoch war es Hauptkommissarin Dana Hefenbrock. Sie leitet seit fünf Jahren das Wittstocker Polizeirevier und berichtete sowohl von Bürgernähe, als auch Gefahrensituationen, die böse ausgehen hätten können.

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Dana Hefenbrock sprach auch über kritische Situationen in ihrem Beruf.

Quelle: Christian Bark

Sewekow. Am Mittwochnachmittag bekam die Sewekower Seniorenrunde uniformierten Besuch bei ihrer monatlichen Zusammenkunft in der Gaststätte „Zur Blockhütte“. Die Leiterin des Wittstocker Polizeireviers, Polizeihauptkommissarin Dana Hefenbrock, berichtete über ihren Werdegang und die Arbeit als „Freund und Helfer“. Begleitet wurde sie von Polizeihauptkommissar Jörg Rachow, zu dessen Zuständigkeitsbereich Sewekow gehört.

Die 42-Jährige erzählte von ihrer Kindheit in Wittstock, dass sie schon im Alter von sechs Jahren zum Judosport gekommen war und darüber ihr Berufswunsch, Polizistin zu werden, entstanden sei. „Ich hatte viele Lehrer in meiner Familie“, berichtete die geborene Wasner. Weil sie oft von Bekannten darauf angesprochen wurde sei für sie schon früh klar gewesen: „Lehrer willst du nicht unbedingt werden.“ Nach ihrem Abitur sei sie dann 1995 zur Polizeischule gegangen, nach dreijährigem Studium ins Lagezentrum des Potsdamer Innenministeriums gewechselt.

Die Zuhörer wie Gustav Batereau (Mitte) stellten viele Fragen

Die Zuhörer wie Gustav Batereau (Mitte) stellten viele Fragen.

Quelle: Christian Bark

„Ich wollte aber nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen“, blickte Dana Hefenbrock zurück. Auch weil ihr jetziger Ehemann aus Freyenstein komme, sei sie zurück in die Ostprignitz gekommen. Zunächst in die Kyritzer Wache, wo sie ab 2001 auch der Sonderkommission Tomek angehörte, die sich mit den Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und Spätaussiedlern befasste. 2009 ging es für Dana Hefenbrock kurzzeitig nach Rheinsberg, dann nach Neuruppin und 2012 zurück nach Wittstock, wo sie die Leitung des Reviers übernahm.

Kurze Leitung zur Bevölkerung

Dort arbeiten neben ihr sieben Beamte der Kriminalpolizei, Mitarbeiter des Wach- und Wechseldienstes, die die Telefonanlage betreuten sowie sechs Revierpolizisten. Einer davon ist Jörg Rachow. „Er war während meines Polizeipraktikums mein Betreuer“, erinnerte sich Dana Hefenbrock. Vieles in ihrer Laufbahn habe sie ihm zu verdanken.

Ortsvorsteher Martin Schäfer (Mitte) lobte die Arbeit der Polizei

Ortsvorsteher Martin Schäfer (Mitte) lobte die Arbeit der Polizei.

Quelle: Christian Bark

Gemeinsam mit ihm und den Senioren blickt sie gespannt auf den geplanten Umzug des Reviers in die alte Post in Wittstock. „Das soll noch vor der Landesgartenschau geschehen“, sagte sie. „Ich freue mich über die Volksnähe der Polizei“, lobte Gustav Batereau die Arbeit der Beamten. Oft sehe er Polizeipräsenz in Form eines Streifenwagens. Für den gebe es aber nur eine Besetzung, wie die Hauptkommissarin bemerkte. So sei es in einem so großen Zuständigkeitsbereich wie ihrem, das den gesamten Altkreis Wittstock umfasse, nicht so einfach, immer überall zu sein. „Wir bemühen uns aber, Präsenz zu zeigen“, fügte Jörg Rachow hinzu. Sewekows Ortsvorsteher Martin Schäfer lobte die Nähe der Anwohner zur Polizei. „Wir wissen, wer unser Ansprechpartner ist“, sagte er. Über diesen Weg könnten Probleme oft schon im Vorfeld geklärt werden. „Wichtig ist, dass man miteinander redet“, betonte er.

In Situationen, wo Reden nichts half, befand sich Dana Hefenbrock während ihrer Laufbahn auch schon, wie sie sagte. Bei der Verfolgung einer bewaffneten Diebesbande sei sie einmal allein mit drei Streifenwagen auf der Autobahn zurückgeblieben. Während ihre Kollegen die Bande im Wald gesucht hätten, habe sie sich mit der Waffe im Straßengraben verschanzt, immer mit der Erwartung, die Diebe könnten zurückkehren. Auf Menschen habe sie aber zum Glück noch nie schießen müssen. „Das Recht auf Leben und Gesundheit sind das größte Gut“, erklärte die Hauptkommissarin. Danach richte sie sich auch bei einer Verfolgungsjagd. Im Übrigen sei es etwas völlig anderes, im Training, das alle drei Monate stattfinde, auf eine Zielscheibe oder in Gefahrensituationen auf einen lebenden Menschen zu schießen.

Nächster Seniorennachmittag ist am Mittwoch, 1. November, im Seehotel Ichlim. Dort werden ab 15 Uhr Erhard Nöhmke und Lothar Borch über ihre Reise durch Island berichten.

Von Christian Bark

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