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Auf dem Weg zum barrierefreien Bahnhof

Rheinsberg Auf dem Weg zum barrierefreien Bahnhof

Bis April soll am Rheinsberger Bahnhof ein Teil des Bahnsteigs erhöht und mit einer Rampe versehen werden, damit Menschen mit Handicaps den Einstieg in den Zug alleine bewältigen können. Der Umbau des gesamten Bahnhofsensembles zu einem barrierefreien Aufenthaltsort wird sich aber noch deutlich länger hinziehen, schätzt der Bahninfrastrukturbetreiber.

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Menschen mit Handicaps sind am Bahnhof in Rheinsberg bislang auf Hilfe angewiesen. Das soll sich im April ändern.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Die Prinzenstadt als ein Magnet für Touristen mit Behinderung aus ganz Deutschland braucht dringend einen barrierefreien Bahnhof – das fordert jetzt erneut die Rheinsberger Fraktion BVB/Freie Wähler/FDP. Sie will, dass die Stadt die Landesregierung schnell dazu auffordert, sich dieses Projekts anzunehmen. Die Forderung ist nicht neu. Schon 2014 startete Rheinsberg eine Großoffensive in Richtung einer besseren Bahnanbindung der Stadt; die Barrierefreiheit des Bahnhofs war einer ihrer Bestandteile. „Doch getan hat sich bis heute wenig“, kritisiert Frank-Rudi Schwochow. Die Stadt sei bei dem Thema am Ball, versichert hingegen der Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilientahl. „Die Gespräche dazu laufen, gestalten sich aber nicht so einfach.“ Klar hemme die Geldfrage vieles. Aber auch die Idee, bei der Gelegenheit, den gesamten Bahnhofsvorplatz umzugestalten, sei ein Verzögerer.

Das bestätigt auch Tino Hahn, Geschäftsführer der Regio-Infra-Gesellschaft (RIG), die in Ostprignitz-Ruppin, Prignitz sowie im benachbarten Mecklenburg Bahn­infrastruktur betreibt. „Ein Konzept für den Umbau des Rheinsberger Bahnhofs haben wir in der Tasche“, sagt Tino Hahn. Die Installation eines modernen Fahrgastinformationssystems samt Audio-Ansage für Sehbehinderte Menschen sowie der barrierefreie Umbau des gesamten Bahnsteigs gehören neben der Errichtung einer Buswendeschleife und neuer Beleuchtung dazu. Rund 500 000 Euro soll das Projekt kosten – und genau das ist das Problem. „Wir befinden uns dazu seit geraumer Zeit mit vielen politischen Gremien, auch den Rheinsbergern, im Gespräch.“ Es geht darum, Fördergeld zu akquirieren, da die RIG das Projekt nicht aus eigener Kraft stemmen kann. Und das kann noch dauern: Tino Hahn schätzt, dass der neu gestaltete Bahnhof in etwa fünf Jahren in Betrieb genommen wird.

Sehr viel schneller werden aber Menschen mit Behinderungen auf den Hublifter in Rheinsberg verzichten können, bei dem sie ohne Unterstützung nicht den Zug besteigen können. Bis Ende April will die RIG für 20 000 Euro einen kleinen Teil des Bahnsteigs höher bauen und mit einer fest montierten Rampe sowie Geländer versehen, kündigt Tino Hahn an.

Von Celina Aniol

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