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Auf den Spuren Luthers

Blandikow Auf den Spuren Luthers

Mit einem festlichen und kirchenkreisübergreifender Gottesdienst ist am Dienstagvormittag in der Kirche in Blandikow an den Reformator Martin Luther erinnert worden. Vor 500 Jahren hatte der gebürtige Eislebener seine 95 Thesen an eine Kirchentür in Wittenberg genagelt. Für die heutigen Generationen sei Luther ein Mann, mit großer Aktualität, hieß es am Dienstag.

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Pfarrer Berthold Schirge während des Gottesdienstes zum Reformationsjubiläum in Blandikow. Vorn die Potsdamer Turmbäser.

Quelle: Björn Wagener

Blandikow. Ein festlicher Gottesdienst fand am Dienstagvormittag, am Reformationstag, in der Kirche in Blandikow statt. In diesem Jahr wurde der 500. Jahrestag der Reformation begangen. Dieses besondere Ereignis sorgte nicht nur dafür, dass die Kirche nahezu komplett mit Menschen gefüllt war. Auch die Art des Gottesdienstes selbst war außergewöhnlich. Denn gehalten wurde er von Pfarrern aus zwei benachbarten Kirchenkreisen: Berthold Schirge vom Pfarrbereich Papenbruch im Kirchenkreis Wittstock-Ruppin und Mario Friedrich vom Pfarrsprengel Heiligengrabe im Evangelischen Kirchenkreis Prignitz. Die Gastpredigt hielt Peter Heß, der von 1978 bis 1994 Pfarrer in Heiligengrabe war und heute als Superintendent im Ruhestand in Perleberg lebt.

„Nicht das Fundament, sondern wir, die Theologie und die Gesellschaft, müssen reformiert werden“, sagte er in seiner energischen Predigt. Luther nannte er „einen, der nicht nur so dahingelebt hat, für den es keine Zufälle gab und der Gott ernst genommen hat.“ Die Reformation und Erneuerung seien jedoch ständige Begleiter der Kirche und des ganzen Lebens, betonte auch Pfarrer Berthold Schirge, der in Hundertjahresschritten zurückblickte auf die vergangenen Reformationsjubiläen, eingebettet in die damals jeweils aktuellen historischen Umstände. Bei seinen Gedanken zur Zukunft ließ er aber auch Sorge durch blicken. Wer wisse schon, wie das 600. Jubiläum im Jahr 2117 gefeiert wird und ob es unsere Welt dann überhaupt noch gibt.

Kollekte wird für Jugendprojekte eingesetzt

Mario Friedrich sah in dem Reformationsjubiläum eine willkommene Gelegenheit, sich in dem gemeinsamen Gottesdienst an Luther zu erinnern, sich kirchenkreisübergreifend zusammenzufinden und damit auch Stärke zu demonstrieren. „Wir nehmen diesen Tag zum Anlass, um Flagge zu zeigen“, sagte er am Dienstag.

Begrüßt wurden die Besucher des Gottesdienstes zuvor von Hartwig Herm, dem Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates in Blandikow. Unter den Liedern, die gesungen wurden, war auch Luthers wohl bekanntestes Stück „Ein feste Burg ist unser Gott“. Die musikalische Begleitung übernahm Kantor Uwe Metlitzky an der Orgel, der am Abend auch den Gottesdienst in Wittstock zum Reformationsjubiläum musikalisch bereicherte. Außerdem spielten die Potsdamer Turmbläser unter der Leitung von Bernhard Bosecker in der Blandikower Kirche mehrere Stücke. Die Kollekte – die am Ende des Gottesdienstes gesammelten Spenden – kämen verschiedenen Jugendprojekten zugute, teilte Berthold Schirge mit.

Der Pfarrer lud die Gäste anschließend noch zu einem gemeinsamen Essen in die Blandikower Dörbb-Tenne ein.

Von Björn Wagener

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