Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Auf der Jagd nach dem Wels
Lokales Ostprignitz-Ruppin Auf der Jagd nach dem Wels
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 01.03.2017
Welse sind echte Brocken und selbst für versierte Angler nicht leicht zu fangen. Hier der Nauener Guido Lang mit einem 70 Kilo schweren Wels, den er in der Havel fing. Quelle: Archivfoto: privat
Anzeige
Tarmow

Sie haben ihn nicht gekriegt. Der Wels „treibt noch immer sein Unwesen“, wie Frank Kaiser, der Vorsitzende des Angelvereins Tarmow, sagt.

Vor einigen Jahren hatten die Mitglieder der Vereins im Rahmen eines großen Fischerfestes versucht, den Räuber zu fangen. Doch der Wels biss nicht an. Nur einmal in der Woche geht der gefräßige Räuber auf Jagd. Ihn zu fangen, fordert Geduld und vor allem Zeit. „Man müsste mindestens eine Woche jeden Tag 24 Stunden am Wasser sitzen“, sagt Kaiser. „Doch wer hat schon so viel Zeit?“

Am Sonntag hat der Angelverein Tarmow sein 90-jähriges Bestehen gefeiert. 72 Mitglieder hat der Verein heute - neben Tarmowern angeln viele Fehrbelliner in dem Verein, aber auch einige Berliner. Das Besondere am Tarmower Angelverein: „das vereinseigene Gewässer“, sagt Kaiser. Jährlich setzen die Vereinsmitglieder Fische im Tarmower Badesee aus. Karpfen, Hecht und Zander können in Tarmow gefangen werden. „Eigentlich alle Sorten Weißfisch.“

Lücken in den alten Protokollbüchern

Vor 14 Jahren übernahm der heute 53-jährige Kaiser den Vorsitz des Vereins. Für seine Rede auf der Jubiläumsfeier arbeitete sich der Tarmower durch viele alte Protokollbücher.

Zwischen 1930 uns 1949 waren die Seiten aus den Büchern herausgerissen. „Vermutlich wollte man keine Namen hinterlassen“, sagt Kaiser. Aus der Zeit davor und danach fand Kaiser jedoch viele Einträge.

23 Angler hatten den Verein am 26. Februar 1927 gegründet – „Angelverein Tarmow und Umgegend“ heißt der Verein damals zunächst noch. Das heute seltsam klingende „Umgegend“ ist dem damaligen Sprachgebrauch geschuldet.

Auch der Anglerbald wird demnächst 90 Jahre

Die Angler müssen damals 400 Mark für die Fischereirechte aufbringen. Um das Geld zusammenzubekommen, vergeben sie Geschäftsanteile für acht Mark. Alle gefangenen Fische müssen in den Anfangsjahren verkauft werden. Ein Jahr später feiern die Angler erstmals einen Ball. „Auch unser Ball wird 90 Jahre – im nächsten Jahr“, sagt Kaiser.

Nach der Wende gründet sich der Verein neu. Die Angler pachten den See von einem privaten Besitzer. 1990 wird in das Vereinslokal der Angelvereins eingebrochen. Die Gaststätte „Zum pfeifenden Fuchs“ brennt nieder. „Für die Angler sicherlich ein grosser Einschnitt“, sagt Kaiser. Die Gaststätte, die, so vermutet Kaiser, nach dem Bürgermeister Hans Fuchs benannt war, wurde nie wieder aufgebaut. Die Angler treffen sich heute im Gemeindezentrum.

Von Frauke Herweg

Der Wittstocker Carneval Club lud am Samstagabend zur großen Sause in die Wittstocker Stadthalle. Die Show hatte es in sich. Denn es gab nicht nur ein buntes Programm mit viel und Witz und Charme, sondern auch einen Auftritt, mit dem niemand gerechnet hatte.

01.03.2017

Bei „Jugend in Concert“ in Wittstock zeigten am Samstag viele junge musikalische Talente ihr Können. Acht Einzelinterpreten und zwei Gruppen traten ans Mikrofon. Sie sangen und spielten im voll besetzten großen Rathaussaal. Die Jury vergab dreimal das Prädikat „Hervorragend“.

01.03.2017

Die rund 200 Jahre alte Standuhr des Romanciers und die Macht der Zeit waren Themen in einem Vortrag der Kunsthistorikerin Silke Kiesant im Neuruppiner Museum. Darin erläuterte sie die Bedeutung des Familienerbstücks und den Weg der Uhren aus den Studierstuben der Gelehrten in das öffentliche Leben.

28.02.2017
Anzeige